UZH News
Mediadesk
Agenda
Share via mailShare on XingShare on LinkedIn

Kontakt

Prof. Heinz Heimgartner
Organisch-chemisches Institut der Universität Zürich
+41 44 635 42 82
Mail

Medienmitteilung vom 09.08.2005

Medienmitteilung

Ausgezeichnete Forschung – Chemiker Heinz Heimgartner

Für seine hervorragende Forschung erhält der Chemiker Heinz Heimgartner, Professor am Organisch-chemischen Institut der Universität Zürich, den Kametani Award 2005. Der Preis der japanischen Fachzeitschrift HETEROCYCLES wird seit 1999 für herausragende Leistungen im Bereich der Heterozyklen-Chemie verliehen.

Heterozyklen – ringförmige Kohle-Wasserstoff-Verbindungen, die ein Fremdatom, etwa Stickstoff oder Schwefel, enthalten – sind in der Natur praktisch allgegenwärtig. Zucker, Antibiotika und einige Vitamine beispielsweise sind heterozyklische Verbindungen, ebenso weisen viele der für lebende Organismen wichtigen Peptide eine solche Ringstruktur auf. Synthetisch hergestellte heterozyklische Verbindungen sind in unterschiedlichsten Bereichen von Forschung und Entwicklung von zentralem Interesse: bei der Entwicklung von Medikamenten und von Agrochemikalien genauso wie bei der Herstellung von Kunststoffen.

Im Zentrum der Forschung von Heinz Heimgartner am Organisch-chemischen Institut der Universität Zürich (OCI) steht der gezielte Reaktionsverlauf bei der Synthese und bei Reaktionen von hete-rozyklischen Verbindungen. «Bei Heterozyklen stellt sich oft das Problem der Selektivität», sagt Heimgartner, «das heisst, neben der erwünschten, passieren häufig auch viele unerwünschte Reaktionen. Wir gehen nun der Frage nach, wie man Reaktionsverläufe gezielt steuern kann.» Das in den Labors des OCI erarbeitete Wissen bildet eine wichtige Grundlage für die Herstellung von erfolgsversprechenden heterozyklischen Verbindungen, sei es in der Pharmazie oder in der Agrochemie. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt Heimgartners sind die Aminoazirine, dreigliedrige, gespannte Heterozyklen. «Es hat sich gezeigt, dass diese Verbindungen sich besonders eignen, um für die Pharmazie interessante Peptide herzustellen», betont der Chemiker.

Für seine Verdienste in der Forschung ist der 64-jährige Wissenschaftler nun mit dem Kametani Award 2005 ausgezeichnet worden. Der Preis der japanischen Fachzeitschrift HETEROCYCLES wird seit 1999 jährlich an herausragende Forscher im Bereich der Heterozyklen-Chemie verliehen und ist mit 5'000 US-Dollar dotiert.