Medienmitteilung vom 04.07.2006
MedienmitteilungAndreas Fischer als Rektor der Universität Zürich vorgeschlagen
Der Senat der Universität Zürich hat in der Sitzung vom Dienstagabend, 4. Juli 2006, Professor Dr. Andreas Fischer als neuen Rektor nominiert. Andreas Fischer ist Ordinarius für Englische Philologie und war Dekan der Philosophischen Fakultät. Die Wahl durch den Universitätsrat, das oberste Organ der Hochschule, findet im August statt.
Prof. Andreas Fischer ist 1947 in Basel geboren. Er studierte
Anglistik, Germanistik und Kunstgeschichte an den Universitäten von
Basel und Durham, England und wurde 1975 zum Dr. phil. promoviert.
1981 erfolgte die Habilitation in Englischer Philologie an der
Universität Basel. Seit 1985 ist Fischer Ordinarius für Englische
Philologie an der Universität Zürich.
Er ist Herausgeber der Swiss Papers in English Language and
Literature, Mitglied des Beirates des «Journal of Historical
Pragmatics», des Institute for the Historical Study of Language am
Department of English Language der Universität Glasgow und Mitglied
der Zürcher James Joyce Stiftung.
Der neue Rektor wird vom Universitätsrat voraussichtlich am
21. August für die Amtsperiode vom 1. August 2008 bis zum 31. Juli
2012 gewählt. Auf Sommer 2008 wird der heutige Rektor, Prof. Hans
Weder, sein Amt im Alter von 62 Jahren abgeben.
Andreas Fischer auch als Prorektor Lehre nominiert
Der Senat hat Prof. Dr. Andreas Fischer zudem als Prorektor
Lehre für den Rest der laufenden Amtsperiode bis Ende Juli 2008
vorgeschlagen. Diese Ersatzwahl wird nötig, weil Prof. Ulrich Klöti
im Februar 2006 überraschend verstorben war. In den zwei Jahren
seines Prorektorates wird sich Andreas Fischer in die Geschäfte des
Rektors einarbeiten.
Der Senat:
Der Senat ist die vom Rektor geleitete Versammlung der
gesamten Professorenschaft und der Vertretungen der
Privatdozierenden, Assistierenden und Studierenden. Ihm gehören 491
stimmberechtigte Mitglieder an.
Das Findungsverfahren:
Die Prozedur zur Wahl eines neuen Rektors ab 2008 wurde schon
im Sommer 2004 eingeleitet, weil dieses Amt eine intensive
Vorbereitungszeit verlangt und weil die in Frage kommenden Personen
intensiv auf ihre Eignung hin geprüft werden müssen. Als Verfahren
wurde in Übereinstimmung mit dem Universitätsrat das
Headhunting gewählt, da die Erfahrung gezeigt hat, dass sich auf
Ausschreibungen Personen melden, die in aller Regel nicht geeignet
sind. In einem sorgfältigen, durch die Beratungsunternehmung
Mercuri Urval begleiteten professionellen Verfahren wurden
verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten sowohl von ausserhalb als
auch von innerhalb der Universität Zürich identifiziert und in
intensiven Hearings geprüft.
In die entscheidende Schlussphase wollte niemand von den
auswärtigen Kandidierenden gehen; einer Person war das Amt zu
anspruchsvoll, einer anderen war die Evaluation durch Fakultäten
und Stände zu risikoreich. Die drei Kandidierenden aus dem Kreis
der Professorenschaft der UZH wurden einem Assessment durch Mercuri
Urval unterzogen. Sie waren bereit, sich dem anspruchsvollen
Verfahren der Evaluation durch die Fakultäten und die Stände zu
stellen. Während die Stände sich öffentlich zum Resultat dieser
Prüfung äusserten, blieb das Urteil der Fakultäten vertraulich.

