Medienmitteilung vom 02.10.2006
MedienmitteilungDoktor Mabuse und Mister Spock an der Universität Zürich
Wo treffen sich Doktor Mabuse und Mister Spock? Am 5. und 6. Oktober an der Universität Zürich. Am Symposium «Wissenschaft im Film Film in der Wissenschaft» beleuchten «Startrek»-Regisseur Alexander Singer, Filmer, Wissenschafts- und Medizinhistoriker aus dem In- und Ausland das Verhältnis von Film und Wissenschaft in Geschichte und Gegenwart.
Filme bewegen nicht nur einzelne Bilder, sie bewegen die
Menschheit, prägen unsere Wahrnehmung und verändern damit die
Gesellschaft. Sie bestimmen die Wissenschaft und letztlich unser
Bild von ihr. Akademische Experten treten regelmässig vor die
Kamera, Spielfilme übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse und
neue Aufnahmeverfahren öffnen der Wissenschaft bisher unbekannte
Forschungsräume. Die modernen Bild gebenden Verfahren haben unsere
Sehweisen revolutioniert. Mit diesem Themenspektrum beschäftigt
sich ein öffentliches Symposium am 5. und 6. Oktober der
Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der
Naturwissenschaften an der Universität Zürich, zu dem wir Sie
herzlich einladen.
Themenschwerpunkte des Symposiums:
- Wie werden Wissenschaft und Wissenschaftler im Kino präsentiert? Und wie verändert das veröffentlichte Bild die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Forschenden? Sir Christopher Frayling, Rektor des Royal College of Art in London, stellt dass Filmbild des verrückten Professors vor vom liebenswürdig schrulligen Jerry Lewis bis zum bösartigen Dr. Mabuse.
- Der facettenreichen Geschichte der Natur- und Tierfilme - von den ersten Lokomotionsstudien bis zum «cinéma scientifique» und heutigem Tier-TV widmen sich weitere Referenten wie der Autor und Filmhistoriker Derek Bousé, Philadelphia, oder Andreas Moser vom SFDRS.
- Wie und mit welcher Zielsetzung wurden medizinische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse im Film umgesetzt? Stanley Kubricks langjähriger Weggefährte und «Startrek»-Regisseur Alexander Singer, Los Angeles, zeigt an konkreten Beispielen, wie zeitgenössisches Wissen im Spielfilm dargestellt wird.
- Lange galt der Film als «objektiv», dokumentierte Versuche, diagnostische Methoden und Resultate. Verändert sich Wissen im Medialisierungsprozess? Das fragen sich Historiker wie Jakob Tanner aus Zürich.
Symposium «Wissenschaft im Film Film in der Wissenschaft»
5. und 6. Oktober 2006, ab 10 Uhr
Universität Zürich, Standort Irchel
Hörsaal 16 G 15
