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Prof. Andreas Papassotiropoulos und Prof. Dominique de Quervain

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Prof. Andreas Papassotiropoulos und Prof. Dominique de Quervain (Bild: zvg)

KIBRA-spezifische Hirnaktivität im Hippocampus

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KIBRA-spezifische Hirnaktivität im Hippocampus (Bild: zvg)

KIBRA-spezifische Hirnaktivität im Hippocampus

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KIBRA-spezifische Hirnaktivität im Hippocampus (Bild: Universität Zürich)

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos
Group Leader Clinical Genetics
Division of Psychiatry Research
University of Zurich
Lenggstr. 31
P.O. Box 1931
8032 Zurich

Tel: +41 (0)44 384 26 44
Fax: +41 (0)44 384 26 86
Mail

Prof. Dr. med. Dominique J.-F. de Quervain
Division of Psychiatry Research
University of Zurich
Lenggstr. 31
8029 Zürich

Tel: +41 (0)44 384 26 01
Mail

Medienmitteilung vom 19.10.2006

Medienmitteilung

Durchbruch in der Gedächtnisforschung

Auf der Suche nach den genetischen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses sind Wissenschaftler der Universität Zürich auf ein neues Gen gestossen, das die Hirnaktivität in gedächtnisrelevanten Regionen des Gehirns steuert. Die Ergebnisse ihrer Studie sind für die Behandlung von Gedächtnisstörungen von grosser Bedeutung und erscheinen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Science.

Erst seit wenigen Jahren beginnen Wissenschaftler zu verstehen, welche Gene die Funktion des menschlichen Gedächtnisses steuern. In diesem noch jungen Forschungsgebiet haben die beiden Professoren der Abteilung für Psychiatrische Forschung, Andreas Papassotiropoulos und Dominique de Quervain, deren Forschung vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert wird, Pionierarbeit geleistet. Unter anderem entdeckten sie, dass Gene, welche einfache Formen von Gedächtnis bei Tieren steuern, auch beim menschlichen Gedächtnis eine wichtige Rolle spielen.

Um gedächtnisrelevante Gene beim Menschen zu finden, haben Papassotiropoulos und de Quervain einen neuen Weg eingeschlagen: Statt sich auf tierexperimentelle Daten zu stützen, untersuchten sie das gesamte menschliche Genom, in der Hoffnung, bisher unbekannte Gene und Mechanismen zu entdecken. So sind sie auf das Gen KIBRA gestossen, dem die beiden Forscher nun eine wichtige Rolle für die intakte Funktion des menschlichen Gedächtnisses zuschreiben.

«Dank unserer engen Zusammenarbeit mit Dr. Dietrich Stephan vom Translational Genomics Research Institute (USA) waren wir in der Lage, mehr als eine halbe Million Stellen des menschlichen Genoms zu untersuchen. Diese hohe Auflösung ermöglicht es uns, neue genetische Mechanismen des menschlichen Gedächtnisses zu entdecken, wie im Fall von KIBRA», sagt Andreas Papassotiropoulos.

«Mit Hilfe funktioneller Bildgebung konnten wir zeigen, dass das neu entdeckte Gen die Hirnaktivität in gedächtnisrelevanten Regionen des Gehirns steuert. Nun planen wir Studien, um mehr über dieses Gen und dessen Rolle in der Informationsspeicherung herauszufinden. Zudem möchten wir in künftigen Studien weitere für das menschliche Gedächtnis wichtige Gene identifizieren», sagt Dominique de Quervain.

Die Forscher sind davon überzeugt, dass die Entdeckung neuer genetischer Mechanismen unser Verständnis über die Funktion des menschlichen Gedächtnisses substantiell verbessern wird – und dass damit neue Wege zur Behandlung von Gedächtnisstörungen eröffnet werden könnten.