Medienmitteilung vom 03.04.2006
MedienmitteilungEin Viertel der Schweizer Arbeitnehmer mit starken Kündigungsabsichten
In den Arbeitsmarkt scheint Bewegung zu kommen: Rund ein Viertel der Schweizer Arbeitnehmenden überlegt sich ernsthaft eine Kündigung. Dies zeigen die Resultate des neuen Schweizer HR-Barometers 2006, einer unabhängigen repräsentativen Studie bei 970 Arbeitnehmenden.
Der HR-Barometer der Universität und der ETH Zürich misst die
Befindlichkeit der Schweizer Arbeitnehmenden. Die Ergebnisse der
statistischen Analyse zeigen, dass Belebung in den Arbeitsmarkt
kommt. Die Kündigungsneigung ist vor allem bei jüngeren Personen
mit einem hohen Ausbildungsabschluss überdurchschnittlich
ausgeprägt. Von den Kündigungsabsichten sind kleine Unternehmen
besonders stark betroffen. Doch auch in Unternehmen, die in der
Vergangenheit einen Personalabbau zu verzeichnen hatten, ist die
Kündigungsneigung höher. Dies verdeutlicht, dass ein Personalabbau
bei den nicht direkt betroffenen Mitarbeitenden ebenfalls negativ
im Gedächtnis haften bleibt. Die Resultate zeigen weiter, dass
gerade diejenigen Mitarbeitenden mit guten Chancen auf dem
Arbeitsmarkt eine bessere Wirtschaftsentwicklung mit einem Wechsel
des Arbeitgebers zu nutzen versuchen. Unternehmen können diesem
Trend entgegenwirken, indem sie die Mitarbeitenden stärker in die
Informationsflüsse und Entscheidungen des Unternehmens
miteinbeziehen. Die Analyse zeigt, dass Mitarbeitende, die einen
partizipativen Führungsstil geniessen, sich weniger eine Kündigung
überlegen.
Arbeit hat für Arbeitnehmende in der Schweiz einen zentralen
Stellenwert im Leben. Dies gibt mit 83,6 Prozent ein Grossteil der
befragten Personen an. Trotz dieser bedeutsamen Stellung der Arbeit
im Leben der Schweizerinnen und Schweizer entsteht dadurch kein
negativer Einfluss auf das Privatleben. Eine überwiegende Mehrheit
der Befragten ist mit der Work-Life-Balance zufrieden, 57,8 Prozent
sind sogar sehr zufrieden. Auffallend ist, dass Personen mit hohem
Einkommen eine schlechtere Work-Life-Balance aufweisen.
Zur Studie
Der Schweizer HR-Barometer 2006 misst das Arbeitsklima in
Schweizer Unternehmen. Untersucht werden zahlreiche Themen wie
Arbeitszufriedenheit, Motivation, Arbeitsflexibilisierung,
psychologischer Vertrag, Personalentwicklung, Organisation des HRM
oder auch Karriereorientierungen. Der HR-Barometer wird von Prof.
Dr. Gudela Grote, Professur für Arbeits- und
Organisationspsychologie der ETH Zürich und von Prof. Dr. Bruno
Staffelbach, Inhaber des Lehrstuhls für Human Resource Management
an der Universität Zürich, in einem jährlichen Turnus
herausgegeben.
Der Schweizer HR-Barometer 2006 entstand mit grosszügiger
Förderung durch den Praxispartner PricewaterhouseCoopers. Im
Weiteren haben Novartis, Swisscom, UBS, Migros und Ecoscientia
Stiftung das Projekt unterstützt.
Gudela Grote, Bruno Staffelbach, Herausgeber: Schweizer HR
Barometer 2006; 108 Seiten; Format 21,0 x 28,0 cm; Grafiken,
Diagramme, Tabellen; Pappband, ISBN 3-03823-228-5; Fr. 120.; NZZ
Libro, Buchverlag Neue Zürcher Zeitung
Rezensionsexemplare
NZZ Libro, Barbara Kürz, Leiterin Marketing-und Verkauf,
Sekretariat: Daniela Tomasoni, Tel 044 258 13 92, Mail:
d.tomasoni@nzz.ch
Veranstaltungshinweis 5. April 2006
Personal Swiss Fachmesse, 5. April 2006, 13.35-14.05 Uhr,
Praxisforum 1, Messezentrum Zürich, Hallen 5 und 6:
Prof. Dr. Bruno Staffelbach kommentiert die Ergebnisse der
Studie, die in einem Podiumsgespräch durch die praktischen
Erfahrungen von Dr. Max Becker, Präsident Zürcher Gesellschaft für
Personal-Management, ergänzt werden. Gesprächsleitung: Jan
Mühlethaler, Redaktor NZZ. Weitere Informationen unter
www.personalswiss.ch
Veranstaltungshinweis 10. Mai 2006
Mittagsforum der Zürcher Gesellschaft für
Personal-Management, 10. Mai, 12.00 Uhr13.00 Uhr, CS Forum St.
Peter, St. Peterstrasse 19 in Zürich, Anmeldung erforderlich:
Prof. Dr. Gudela Grote stellt die Ergebnisse des Schweizer
HR-Barometers 2006 vor. Die Präsentation wird durch Prof. Dr. David
Guest, University of London, ergänzt, der eine vergleichbare Studie
in Grossbritannien durchgeführt hat. Anmeldung für Journalisten
unter zgp@zgp.ch .

