Medienmitteilung vom 27.03.2006
MedienmitteilungKantonsparlamente Bern und Zürich stimmen gemeinsamer Vetsuisse-Fakultät zu
Die veterinärmedizinische Forschung und Ausbildung in der Schweiz gehen neue Wege: Der Zürcher Kantonsrat und der Grosse Rat des Kantons Bern haben der Bildung einer gemeinsamen Vetsuisse-Fakultät an den Universitäten Zürich und Bern zugestimmt. Damit findet das bisher grösste Hochschulreformprojekt der Schweiz seinen baldigen Abschluss.
Die von den Parlamenten beschlossene Zusammenführung dient in
erster Linie der Qualitätssicherung in Forschung, Lehre und
Dienstleistung sowie der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Sie
basiert auf dem Willen und der Notwendigkeit, Synergien zu nutzen,
um die Lehre und Forschung bei beschränkten Ressourcen zu
optimieren. Die dafür notwendige komplementäre Ressourcenplanung
ist jetzt dank der Zustimmung zum Konkordat möglich. «Unser Ziel
ist es, dass die Vetsuisse-Fakultät im internationalen Vergleich
mit anderen veterinärmedizinischen Fakultäten einen Spitzenplatz
erreicht,» sagt Prof. Wolfgang Langhans, Projektleiter/Dekan der
Vetsuisse-Fakultät.
An der Vetsuisse-Fakultät können jedes Jahr 150 Studierende
das Studium der Veterinärmedizin aufnehmen, 80 davon am Standort
Zürich und 70 am Standort Bern. Trotz Arbeitsteilung zwischen den
Standorten bleibt die Grundversorgung mit klinischen
Dienstleistungen (Tierspitäler) in Bern und Zürich erhalten.
Angesichts der zunehmenden Bedeu-tung der Kleintiermedizin sind
insbesondere gut funktionierende Kleintierkliniken an beiden
Standorten als Dienstleistung und für die Durchführung der
klinischen Grundausbildung notwendig. Einzelne klinische
Spezialgebiete werden dagegen zwischen den Standorten aufgeteilt.
Der offizielle Start der Vetsuisse-Fakultät ist für den 1.
September 2006 vorgesehen.
