Medienmitteilung vom 22.09.2006
MedienmitteilungProjekt der Universität Zürich gewinnt Medida-Prix 2006
Das Projekt «eCF get involved in Corporate Finance» der Universität Zürich sowie das Projekt «Strategiebasierte Entwicklung und Implementierung des mediengestützten Selbststudiums an der Universität St. Gallen» haben das Finale des diesjährigen Medida-Prix für sich entschieden. Im Weiteren wurde das Projekt «eLibrary» der Universitäten Innsbruck und Wien mit einen Förderpreis ausgezeichnet. Die erfolgreichen Projektteams erhielten am Donnerstagabend (21. September 2006) in Zürich den mit total 100'000 Euro dotierten Preis. Mit diesem werden Lehr- und Studiensysteme an Hochschulen ausgezeichnet, die auf besonders vorbildliche und innovative Weise digitale Medien mit fortschrittlicher Didaktik verbinden.
Mit dem Medida-Prix zeichnet die Gesellschaft für Medien in der
Wissenschaft e.V. (GMW) jährlich Hochschulprojekte aus, welche den
Einsatz multimedialer Lehr- und Studiensysteme nachhaltig
voranbringen. Die Preisverleihung findet jeweils anlässlich der
Jahrestagung der GMW statt, die dieses Jahr organisiert von
Universität Zürich und ETH Zürich in Zürich stattfindet.
Siegreich in der Kategorie «Digitale Medien in der
Hochschullehre» und damit Gewinner eines Preisgeldes von 25'000
Euro ist dieses Jahr das Projekt «eCF get involved in Corporate
Finance» der Universität Zürich (www.getinvolved.unizh.ch). Dieser
Blended-Learning-Lehrgang im Bereich Unternehmensfinanzierung ruht
auf den drei didaktischen Pfeilern Selbstlernelemente mit
konventionellen und elektronischen Medien, Präsenzphasen sowie
praxisnahe Gruppenübungen. Er existiert bereits seit fünf Jahren
und wurde durch interne und externe Evaluation ständig verbessert.
Dieses Projekt wurde auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
In der Kategorie «Hochschulentwicklung mit Digitalen Medien»
ist ebenfalls ein Projekt aus der Schweiz siegreich. Die
Universität St. Gallen will mit ihrem Projekt «Strategiebasierte
Entwicklung und Implementierung des mediengestützten Selbststudiums
an der Universität St. Gallen» die Hochschullehre revolutionieren
(www.selbststudium.unisg.ch). Das mediengestützte Selbststudium
soll 25 Prozent des Studien- und Prüfungsvolumens einnehmen, um so
den didaktischen Mehrwert, den digitale Medien bieten, voll
auszuschöpfen. Das Projekt erhält die 25'000 Euro Preisgeld vor
allem für die Strategie und die Universitätsentwicklung auf dem Weg
zu mediengestützen Studien, welche das Projekt verfolgt.
Im Weiteren erhielt das Studierenden-Projekt «eLibrary
Projekt» der Universitäten Innsbruck und Wien einen Förderpreis und
50'000 Euro (www.literature.at/elib/www/wiki). Dieses Projekt
digitalisiert Quelltexte und Sekundärliteratur und macht sie
mithilfe von Wiki-Technologie über das Internet frei zugänglich für
Forschung und Lehre.
105 eingereichte Projekte
Die Ausschreibung des Medida-Prix erfolgt in den beiden
Kategorien «Digitale Medien in der Hochschullehre» und
«Hochschulentwicklung mit Digitalen Medien». 105 Projekte aus dem
E-Learning-Bereich an Hochschulen in der Schweiz (18), Deutschland
(70) und Österreich (17) bewarben sich bis Ende März 2006. Die zehn
viel versprechendsten schafften in einem mehrstufigen
Auswahlprozess den Sprung ins Finale. Die Sieger erkürte dann eine
Jury aus Teilnehmenden der GMW-Tagung.
Höchstdotierter Medienpreis in Europa
Durch die Verleihung dieses mediendidaktischen
Hochschulpreises möchte die GMW die Diskussion um den Einsatz
digitaler Medien in der Hochschuldidaktik anfachen und eigene
Akzente setzen. Projekte sollen gefördert werden, die den Einsatz
multimedialer Lehr- und Studiensysteme nachhaltig voranbringen.
Ziel ist es, das Innovationspotenzial der digitalen Medien auch für
Reformen an den Hochschulen angemessen zu nutzen.
Der jährlich ausgeschriebene und mit 100'000 Euro
höchstdotierte Medienpreis in Europa wird vom schweizerischen
Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF), dem deutschen
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem
österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Kultur (bm:bwk) finanziell ausgestattet. Das Preisgeld soll
zweckgebunden für die weitere Projektentwicklung verwendet
werden.
GMW-Tagung 2006 in Zürich
Die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) befasst
sich als wissenschaftliche Fachgesellschaft mit der Erforschung,
der Entwicklung, der Herstellung und dem Einsatz von Informations-
und Kommunikationsmedien in universitärer Lehre und Weiterbildung.
Während ihrer Jahrestagung findet jeweils die Verleihung des
Medida-Prix statt.
Die 11. Europäische Jahrestagung vom 19. bis 22. September
stand unter dem Motto «E-Learning Alltagstaugliche Innovation?»
und wurde gemeinsam durch die Universität Zürich und die ETH Zürich
organisiert. Dies und der Umstand, dass drei der zehn Finalisten
aus Zürich bzw. einer der Sieger von der Universität Zürich
stammen, sind kein Zufall. Die beiden Hochschulen sind sehr stark
im Bereich E-Learning und setzen im deutschsprachigen Raum
Standards.
