Medienmitteilung vom 31.03.2006
MedienmitteilungQuoting Nora Norwegische und Schweizerische Perspektiven zur Gleichstellung von Mann und Frau
Die Universität Zürich, die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich und die Königlich Norwegische Botschaft laden ein zum Symposium «Quoting Nora Norwegische und Schweizerische Perspektiven zur Gleichstellung von Mann und Frau» am 6. April 2006 im Schiffbau, Schauspielhaus Zürich. Der Anlass wird im Zusammenhang mit dem Schweizer Staatsbesuch von König Harald V und Königin Sonja von Norwegen organisiert.
Im Jahre 1879 erschien das Schauspiel «Ein Puppenheim» vom
norwegischen Autor Henrik Ibsen, und Nora hat seither in einer
Reihe von Ländern als Symbol für Frauen gedient, die für die
Gleichstellung kämpfen. 100 Jahre nach seinem Tod ehrt Norwegen
seinen berühmten Dramatiker mit der Wanderausstellung «Dichten
bedeutet Sehen», welche am 6. April 2006 im Schiffbau in Zürich
eröffnet wird. Als Auftakt wird das Symposium «Quoting Nora
Norwegische und Schweizerische Perspektiven zur Gleichstellung von
Mann und Frau» den Dialog zwischen den beiden Ländern zum Thema
«Gleichstellung» eröffnen.
Zum Symposium begrüssen Prof. Hans Weder, Rektor der
Universität Zürich und Prof. Jürg Glauser, Leiter des Deutschen
Seminars der Universität Zürich und Professor für Nordische
Philologie. An der Paneldiskussion zum Thema Quoten nehmen teil:
- Grete Faremo, Director for Legal and Corporate Affairs, Microsoft Norge AS
- Dr. Barbara Haering, Mitglied des Universitätsrats der Universität Zürich
- Prof. Christa Tobler, Professorin für Europarecht an der Universität Basel
- Dr. Bjørn Johansson, Executive-Search-Unternehmer
Prof. Unni Langås, Professorin für Skandinavische
Literaturwissenschaft an der Agder Hochschule in Norwegen und Prof.
Barbara Naumann, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der
Universität Zürich erörtern in den anschliessenden zwei Vorträgen
die Gleichstellungsfrage aus literaturwissenschaftlicher
Perspektive.
Das Symposium hat das Ziel, ein Forum für Vertreterinnen und
Vertreter aus der Schweiz und Norwegen zu bieten, um Ideen und
Meinungen zum Nutzen der Quoten-Regelungen für die
Gleichstellungspolitik auszutauschen. Ausgangspunkt der Diskussion
ist etwa das Gesetz, das in Norwegen allen börsenkotierten
Unternehmen vorschreibt, dass mindestens 40% beider Geschlechter im
Vorstand vertreten sein müssen. In der Schweiz hat im Frühling 2005
das Parlament eine Motion angenommen, welche eine Quote von 30%
beider Geschlechter in sämtlichen Unternehmen, in welchen der Bund
Aktionär ist, vorschreibt.
Um die Diskussion auch im Anschluss an das Symposium
weiterzuführen, wird die «Nora-Connection» gegründet ein
informelles Netzwerk, das einen dauerhaften Austausch zur
Geschlechter-Politik zwischen Norwegen und der Schweiz und
insbesondere zwischen den Universitäten dieser beiden Länder
fördern soll.
Symposium: Quoting Nora
Norwegische und Schweizerische Perspektiven
zur Gleichstellung von Mann und Frau
Donnerstag 6. April 2006
13.0017.00 Uhr
Schauspielhaus Zürich, Schiffbau
Schiffbaustrasse 4, 8005 Zürich
Anmeldung zum Symposium:
elisabeth.berg@bluewin.ch
