Medienmitteilung vom 28.04.2006
MedienmitteilungUniversität Zürich: Rekord an Forschungsverträgen mit der Wirtschaft
Die Universität Zürich (UZH) hat im letzten Jahr 310 neue Forschungsverträge mit Wirtschaftspartnern abgeschlossen. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2003. Auch die Anzahl erteilter Lizenzen konnte fast verdoppelt werden, wie die UZH an ihrer Jahresmedienkonferenz «Wissenschaft und Wirtschaft» bekannt gab.
«Wissenschaft und Wirtschaft sind aufeinander angewiesen, so wie
sie auch voneinander profitieren», fasste Rektor Hans Weder das
Thema der diesjährigen Jahresmedienkonferenz zusammen. Die
Universität Zürich stelle einerseits der Wirtschaft gebildete
Arbeitskräfte zur Verfügung und trage mit auf höchstem Niveau
betriebener Forschung zur Innovation und zum Wissens- und
Technologietransfer bei. Andererseits müsse sie neue
Finanzierungsquellen erschliessen, was die wachsende Bedeutung von
Public Private Partnerships erkläre. Mit diesem Dialog zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft ist die Voraussetzung gegeben, dass
exzellente Grundlagenforschung konkret zur Lösung von
Anwendungsproblemen in der Wirtschaft beitragen kann. Rektor Weder
nannte drei Bedingungen für die erfolgreiche Zusammenarbeit:
gemeinsames Interesse an einer bestimmten Fragestellung, gemeinsame
strategische Ziele und die Wahrung der Autonomie von Forschung und
Lehre. Als Beispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit erwähnte er
den Universitären Forschungsschwerpunkt «Finance und Financial
Markets».
Prof. Heini Murer, Prorektor Forschung, wies darauf hin, dass
die Universität Zürich gegenwärtig so zahlreiche und vielfältige
Kontakte und Kooperationen mit Wirtschaftspartnern pflege wie
nie-mals zuvor. Dementsprechend betreibt die Universität Zürich
einen sehr aktiven Technologietransfer. «Alleine im letzten Jahr
wurden rund 310 neue Forschungsverträge mit externen
Wirtschafts-partnern aus dem privaten und öffentlichen Bereich
abgeschlossen», sagte Prorektor Murer. Dies sind doppelt so viele
wie 2003. Die Anzahl abgeschlossener Lizenzen hat sich seit 2003
ebenfalls beinahe verdoppelt und beläuft sich auf 34 im Jahr 2005.
Prof. Alexander Borbély, alt Prorektor Forschung, informierte
über die Qualitätsinitiative der Universität Zürich. Die
Universität Zürich möchte die Qualität der Lehre weiter steigern
und wird dafür neue Instrumente aufbauen. Zur Diskussion steht
beispielsweise eine Beurteilung aller Lehrveranstaltungen durch die
Studierenden. Von der Qualitätsentwicklung in der Lehre verspricht
sich die Universität eine erhöhte Anziehungskraft im
internationalen Wettbewerb und eine verbesserte Konkurrenzfähigkeit
ihrer Abschlüsse bei Arbeitgebern.
Betreuungsverhältnisse verbessert
Wie Prorektor Hans Caspar von der Crone bekannt gab, lag im
Wintersemester 2005/06 die Gesamtzahl der Studierenden mit 23'817
um 1,7 Prozent über derjenigen des Vorjahrs. Die aktuelle Prognose
für das Wintersemester 2006/07 geht von etwa 24'000 Studierenden
aus. Und für die Jahre bis 2010 rechnet die UZH mit einem weiteren,
wenn auch verlangsamten Wachstum bis auf 25'000 Studierende.
Erneut verbessern konnte die Universität Zürich die
Betreuungsverhältnisse. Dank der Besetzung von 14 zusätzlichen
Professuren und fast 70 zusätzlichen Mittelbaustellen liegt das
Verhältnis jetzt bei 57,9 Studierenden je Professur und bei 15,8
Studierenden je Mittelbaustelle.
Im Jahr 2005 waren von 955 Millionen Franken Aufwendungen
bereits 168 Millionen Franken eingeworbene Drittmittel. Diesen
Trend will die UZH fortsetzen, indem die Fakultäten gezielt zur
verstärkten Einwerbung von Drittmitteln angeregt werden. Geplant
ist zudem die Einrichtung einer zentralen Fundraisingstelle.
