Medienmitteilung vom 24.01.2006
MedienmitteilungUZH: Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät wächst am stärksten
Die Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Zürich steigt im Wintersemester 2005/06 gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent an. Neu studieren 23'817 Personen an der grössten Schweizer Hochschule. Die stärkste Zunahme verzeichnet die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät.
Deutlich gewachsen gegenüber dem Vorjahr sind die
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät mit 7,7 Prozent mehr
Studierenden und die Philosophische Fakultät mit 3 Prozent mehr
Studierenden. Die anderen Fakultäten haben teilweise leichte
Rückgänge zu verzeichnen. An der grössten Fakultät der UZH, der
Philosophischen, studieren insgesamt 11'180 Personen in mehr als
3000 unterschiedlichen Fachkombinationen. Die Zahl der Studierenden
in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen an der
Wirtschaftswissenschaftlichen und an der
Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät hat sich gegenüber
dem letzten Wintersemester mehr als verdoppelt und liegt neu bei
1912. Im kommenden Wintersemester werden auch die Theologische, die
Rechtswissenschaftliche und die Philosophische Fakultät ihre
Studiengänge auf das Bologna-System umstellen. Für die
medizinischen Fachrichtungen erfolgt die Umstellung zu einem
späteren, schweizweit koordinierten Zeitpunkt.
Begehrte Biologie und Chemie
Gesamthaft liegt die Zahl der Eintritte mit 3162 um 0,5
Prozent unter derjenigen des Wintersemesters 2004/05. Einen starken
Zustrom erlebt die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät
(+11,4%) mit 451 Eintretenden, wobei vor allem die Bereiche
Biologie und Chemie viele neue Studierende anziehen. Die
Entwicklung in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
(insgesamt 8,8% Zuwachs oder 546 neue Studierende) ist von einem
deutlichen Anstieg im Lehrbereich Ökonomie und einem zum fünften
Mal in Folge nachlassenden Zugang in Wirtschaftsinformatik geprägt.
In den anderen Fakultäten sind die Eintrittszahlen rückläufig
(Rechtswissenschaftliche Fakultät: -7,1%, Medizinische Fakultät:
-13,8%, Vetsuisse-Fakultät: -13,7%). In der Philosophischen
Fakultät zählen bei insgesamt 1,2 Prozent weniger Eintritten als
im Vorjahr die Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft
(-33,9%) und das Fach Allgemeine Geschichte (-13,4%) zu den
«Verlierern». Kunstgeschichte (+59,4%), Philosophie (+21,9%) und
Soziologie (+12,7%) legen hingegen deutlich zu. Die meisten
Eintritte verzeichnet an dieser Fakultät die Psychologie mit 372
neuen Studentinnen und Studenten.
Während die Zahl der Studenten gegenüber dem Vorjahr
unverändert geblieben ist, wuchs die Zahl der Studentinnen im
gleichen Zeitraum um 397. Der Frauenanteil der UZH liegt zurzeit
bei 54,3 Prozent. Am meisten Frauen studieren an der
Vetsuisse-Fakultät (81,3 Prozent).
Mobilitätsstudierende und Weiterbildungsstudiengänge
Erstmals liegen detaillierte Daten zu den
Mobilitätsstudierenden vor. Von den 521 Studierenden in
Mobilitätsprogrammen studieren 296 als «Outgoings» an auswärtigen
Universitäten. Umgekehrt verweilen 225 «Incomings» vorübergehend an
der UZH. Am meisten genutzt werden die Programme Erasmus für die
europäische Mobilität und CH-Unimobil für die schweizweite
Mobilität.
Zum ersten Mal wurden die Studierenden in
Weiterbildungsstudiengängen erfasst, die zum Titel «Master of
Advanced Studies» führen. Per Mitte Dezember 2005 nahmen 304
Personen an den Studiengängen Executive Master in Business
Administration, Internationales Wirtschaftsrecht, Finance,
Angewandte Ethik, Psychoanalytische Psychotherapie, Kognitive
Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, Applied History,
Executive Master in Arts Administration sowie Public Health
teil.
