Medienmitteilung vom 21.08.2006
MedienmitteilungUZH-Rektor Weder präsidiert neu Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten
Ende August übernimmt der Rektor der Universität Zürich, Prof. Hans Weder, den Vorsitz in der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS). In der CRUS arbeiten die Rektoren und Präsidenten der zehn kantonalen Universitäten und der beiden ETH zusammen. Vizepräsidenten sind Prof. Patrick Aebischer, Präsident der EPF Lausanne, und neu der Rektor der Universität Bern, Prof. Urs Würgler.
Der neue Präsident der CRUS betrachtet auf nationaler Ebene
die Arbeit an der Neugestaltung der Hochschullandschaft Schweiz als
prioritäre Aufgabe: «Entscheidender Beitrag der CRUS wird es sein»,
so Rektor Hans Weder, «die Kooperation unter den Schweizer
Universitäten zur massgebenden strategischen Maxime zu machen.» Die
Konkurrenz auf Forschungsebene solle nicht auf die institutionelle
Ebene übertragen werden. «Vielmehr geht es darum, die Kräfte des
Hochschulplatzes Schweiz klug zu bündeln.» So können die Schweizer
Hochschulen ihre schon jetzt sehr gute internationale
Positionierung nicht nur halten, sondern noch verbessern. Zudem
können die grossen Themen der Zukunft wie Systembiologie,
kulturelle und humane Orientierung, Nanowissenschaften oder Finance
nur mit vereinten Kräften erfolgreich bearbeitet werden. «Der
Hochschulplatz Schweiz hat dazu gute Voraussetzungen», sagt der
neue CRUS-Präsident Hans Weder. «Wer sie nicht nutzt, macht einen
Fehler».
Swissuniversity: Schweiz als Universitätsstandort
Der scheidende Präsident der CRUS, Jean-Marc Rapp, hat
während der vergangenen viereinhalb Jahre nicht nur den Konsens
zwischen den Interessen aller einzelnen Universitäten angestrebt,
sondern stets auch versucht, zusammen mit seinen Kollegen in einer
Art «Think Tank» auf gesamtschweizerischer Ebene eine gemeinsame
Position zu entwickeln und dann auch solidarisch zu vertreten. Auch
mit den Schwesterkonferenzen der Fachhochschulen und der
Pädagogischen Hochschulen hat er offen und kollegial
zusammengearbeitet.
Er hat sich dafür eingesetzt, dass die schweizerischen
Universitäten international nicht einzeln oder gar als Konkurrenten
auftreten, sondern die Schweiz insgesamt als attraktiver Standort
für Studium, Lehre und Forschung wahrgenommen wird. Nach der Anzahl
Studierende, in der fachlichen Diversität und in ihrer räumlichen
Ausdehnung entsprechen alle zwölf Universitäten der Schweiz
zusammen im internationalen Vergleich einem einzigen grossen
Universitätsstandort, so Rapps Credo. Dementsprechend hat er das
gemeinsame Branding «swissuniversity.ch», das seit einiger Zeit als
geschützte Marke der schweizerischen Universitäten verwendet wird,
angeregt. Den Prototyp der Homepage «www.swissuniversity.ch» hat
daraufhin der Presidente der Università della Svizzera Italiana
(USI), Prof. Marco Baggiolini, der ebenfalls Ende September aus der
CRUS zurücktritt, mit Fachleuten der USI entwickelt.
Für die schweizerischen Universitäten ist es seit der
Erweiterung der EU noch schwieriger geworden, in der
gesamteuropäischen Diskussion als aktive Partner einbezogen zu
werden. Jean-Marc Rapp hat sich als Vertreter der CRUS insbesondere
in der «European University Association (EUA)» engagiert, die im
gesamteuropäischen Hochschulraum 34 nationale Rektorenkonferenzen
sowie weit mehr als 700 Hochschulen aus 45 Ländern vertritt. Rapp
wird weiterhin Mitglied des neunköpfigen Board der EUA bleiben.
Die Rolle der CRUS und der Schweizer Universitäten in der EUA
wurde in der letzten Vorstandssitzung der CRUS unter Rapp in Zürich
mit dem Präsidenten der EUA, Prof. Georg Winckler, Rektor der
Universität Wien, und der Generalsekretärin Lesley Wilson
diskutiert, die «swissuniversity.ch» als wegweisendes Konzept
gewürdigt haben.

