Medienmitteilung vom 21.09.2007
MedienmitteilungHatt und Fraefel neue Professoren an der Vetsuisse-Fakultät
Jean-Michel Hatt ist ab Herbstsemester 2007 ordentlicher Professor für Zoo-, Heim- und Wildtiermedizin an der Vetsuisse-Fakultät Standort Zürich. Cornel Fraefel ist vom Vetsuisse-Rat zum ausserordentlichen Professor ad personam für Experimentelle Virologie gewählt worden.
Auf das Herbstsemester 2007 hat der Vetsuisse-Rat Prof. Dr.
Jean-Michel Hatt befördert und zum ordentlichen Professor für Zoo-,
Heim- und Wildtiermedizin an der Vetsuisse-Fakultät Standort Zürich
ernannt. Jean-Michel Hatt (42) wuchs in Zürich auf. Er begann seine
Studien in Medizin an der Universität Genf, um später an der
Universität Zürich mit Veterinärmedizin fortzufahren, die er 1991
mit dem Staatsexamen abschloss. Von 1991 bis 1995 war er Assistent
an der Abteilung für Zoo-, Heim- und Wildtiere am Departement für
Kleintiere der Universität Zürich. 1995 promo-viert er und ging für
ein Jahr an das Institute of Zoology der Zoological Society of
London und an das Royal Veterinary College der University of
London. 1996 erfolgte die Promotion zum Master of Science (MSc) in
Wild Animal Health am Royal College London.
Anschliessend war Hatt ab 1996 zunächst bis 1998 als
Assistent, danach bis 2001 als Oberassistent an der Abteilung für
Zoo-, Heim- und Wildtiere der Universität Zürich tätig.
Gleichzeitig war er von 1998 bis 2001 stellvertretender Zootierarzt
am Zoo Zürich. Im Jahre 2001 erlangte er das Diplomate of the
European College of Avian Medicine and Surgery, ECAMS, und im
gleichen Jahr habilitierte er sich an der Universität Zürich. Seit
2001 ist er Leiter der Abteilung für Zoo-, Heim- und Wildtiere der
Universität Zürich und Vertragstierarzt des Zürcher Zoos und seit
2004 ausserordentlicher Professor für Zoo-, Heim- und Wildtiere an
der damaligen Veterinärmedizinischen Fakultät.
Die Forschungsarbeiten von Jean-Michel Hatt umfassen
einerseits verschiedene Aspekte der Ernährung von Wildtieren in
Gefangenschaft. Insbesondere Krankheiten im Zusammenhang mit der
Ernährung, wie Diabetes mellitus oder Eisenspeicherkrankheit. Im
Rahmen seiner Spezialisation in der Vogelmedizin erforscht er
andererseits neue Methoden in der Behandlung von Frakturen bei
Vögeln.
Professor ad personam
Der Vetsuisse-Rat hat zudem PD Dr. Cornel Fraefel zum
ausserordentlichen Professor ad personam für Experimentelle
Virologie an der Vetsuisse-Fakultät Standort Zürich ernannt. Die
Anstellung ist auf sechs Jahre befristetet. Die Schaffung dieser
ausserordentlichen Professur ist ein Zeichen der Förderung der
interdisziplinären Forschung an der Vetsuisse-Fakultät.
Cornel Fraefel (42) ist im Kanton St. Gallen aufgewachsen und
absolvierte von 1984 bis 1990 ein Studium an der ETH, welches er
als Dipl. Natw. ETH abschloss. Von 1990 bis 1993 arbeitete er als
Doktorand am Institut für Virologie an der damaligen
Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich und erwarb
1993 den Titel eines Dr. sc. nat. ETH, Zwischen 1993 und 1994
arbeitete er als Postdoctoral Fellow am Institut für Virologie an
der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich. Von
1994 bis 1996 war er als Postdoctoral Fellow an der Division of
Endocrinology am Childrens Hospital in Boston, Massachusetts,
tätig. 1996 erlangte er den Titel eines Instructors an der Harvard
Medical School, Boston, Massachusetts. Die nächsten zwei Jahre
arbeitete er als Instructor an der Harvard Medical School und an
der Molecular Neurogenetics Unit am Massachusetts General Hospital
in Boston.
Seit 1998 ist Cornel Fraefel Gruppenleiter am Institut für
Virologie an der Vetsuisse-Fakultät Standort Zürich. Die
Lehrtätigkeit an der Vetsuisse-Fakultät, an der Medizinischen
Fakultät und an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät
der Universität Zürich übt er seit dem Jahr 2001 aus. Den Titel
eines Privatdozenten erlangte er im Jahr 2002 an der Medizinischen
Fakultät der Universität Zürich.
Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten die Charakterisierung
der molekularen Virusreplikation, insbesondere der Herpes- und
Parvoviren, sowie die Anwendung von Viren als Vektoren für die
Vakzinierung, Gentherapie und Onkolyse in der Veterinärmedizin und
Humanmedizin.
