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Prof. Bruno Staffelbach, Lehrstuhl für Human Resource Management, UZH
+41 (0)44 634 2986
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Prof. Gudela Grote, Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie, ETH
+41 (0)44 632 7086
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Für Rezensionsexemplare:
Dorothee Schneider
NZZ Libro
+41 (0)44 258 19 92
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Medienmitteilung vom 20.03.2007

Medienmitteilung

Schweizer Beschäftigte sind sich ihres Arbeitsplatzes sicher

Die Resultate des Schweizer HR-Barometers 2007, einer unabhängigen repräsentativen Studie der Universität und ETH Zürich mit 1035 Beschäftigten, zeigen: Ein Grossteil der Beschäftigten in der Schweiz betrachten ihren Arbeitsplatz als sicher, gleichzeitig wünschen sie sich einen traditionellen Karriereverlauf in der gleichen Firma.

Der HR-Barometer der Universität und ETH Zürich misst, wie es um die Befindlichkeit der Beschäftigten in der Schweiz bestellt ist. Die Ergebnisse der statistischen Analyse zeigen, dass – entgegen den Forderungen von Unternehmen nach Eigenverantwortung und Flexibilität – gut zwei Drittel der Beschäftigten traditionelle Werte bevorzugen. Schweizer Beschäftigte legen Wert auf Sicherheit, Loyalität und eine langfristige berufliche Laufbahn innerhalb des gleichen Unternehmens. Und: Sie bekommen dies von ihrem Arbeitgeber auch geboten. Die Folge: Jetzt, zu einem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Hochkonjunktur, berichten um die 80 Prozent der Beschäftigten von einer niedrigen oder eher niedrigen Arbeitsplatzunsicherheit. Das heisst, sie sehen ihre hohe Erwartung an ihren Arbeitgeber bezüglich Sicherheit ihres Arbeitsplatzes als erfüllt an.

Die niedrige Arbeitsplatzunsicherheit wirkt sich positiv auf die Arbeits- und Lebenszufriedenheit, das Commitment oder auch die psychische Gesundheit der Befragten aus. Einzig die vergleichsweise wenigen Beschäftigten mit einem befristeten Arbeitsvertrag und solche, in deren Unternehmen Personalabbau stattgefunden hat, erleben grössere Unsicherheit bezüglich ihrer Arbeitsstelle. In Verbindung mit der Arbeitsplatzunsicherheit steht die Arbeitsmarktfähigkeit einer Person: Je arbeitsmarktfähiger sie sich einschätzt, desto geringer fällt ihre erlebte Arbeitsplatzunsicherheit aus. Arbeitsmarktfähige Personen müssen weniger um ihren Arbeitsplatz fürchten, weil sie wissen, dass sie anderswo Chancen haben.

Der Minderheit an Beschäftigten, welche jedoch bereit ist, Eigenverantwortung und Flexibilität zu bieten, wird dies von Seiten der Unternehmen aber paradoxerweise nicht unbedingt belohnt: Eigenverantwortlich orientierte Beschäftigte erhalten von ihrem Arbeitgeber weniger Angebote und sind mit ihrer Arbeit weniger zufrieden. Wenn Unternehmen besonders arbeitsmarktfähige, eigenverantwortliche und flexible Beschäftigte gewinnen möchten, sollten sie daher auch vermehrt fördern, was sie fordern. Dies nicht zu tun, könnte sich in Zukunft rächen – denn nur wer Anreize bietet, gewinnt den Wettbewerb um die Talente.

Zur Studie:
Der Schweizer HR-Barometer 2007 misst die aktuelle Betriebstemperatur in Schweizer Unternehmen. Dabei werden zahlreiche Themen wie Abeitsplatz(un)sicherheit, Arbeitsmarktfähigkeit, Motivation, Arbeitszufriedenheit, psychologischer Vertrag, Arbeitsflexibilisierung, Karriereorientierungen, Personalentwicklung und Organisation des HRM untersucht. Der HR-Barometer wird von Prof. Dr. Gudela Grote, Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der ETH Zürich, und von Prof. Dr. Bruno Staffelbach, Inhaber des Lehrstuhls für Human Resource Management an der Universität Zürich, alljährlich herausgegeben.
Der HR-Barometer 2007 entstand mit grosszügiger Unterstützung folgender Institutionen:
Adecco Switzerland (Hauptsponsor), Novartis, Migros, Winterthur und Ecoscientia Stiftung.

Gudela Grote, Bruno Staffelbach (Herausgeber). Schweizer HR Barometer 2007. 124 Seiten; Format 21,0 x 28,0 cm; Grafiken, Diagramme, Tabellen; Pappband, ISBN 978-3-03823-252-0; CHF 98.–; NZZ Libro, Buchverlag Neue Zürcher Zeitung.

Veranstaltungshinweis
23.05.2007, 12.00 Uhr, Mittagsforum der Zürcher Gesellschaft für Personal-Management
Prof. Dr. Gudela Grote wird die Ergebnisse im Mittagsforum der ZGP vorstellen. Anmeldung erforderlich (unter www.zgp.ch).