Medienmitteilung vom 21.08.2007
MedienmitteilungUniversität Zürich erhält 5 Millionen Franken für ein Functional Brain Imaging Laboratory
Der Unternehmer Dr. Branco Weiss schenkt der Universität Zürich fünf Millionen Franken für die Anschaffung und den Betrieb eines 3 Tesla Scanners. Damit ist die Voraussetzungen geschaffen, um ein international erstklassiges Zentrum für die Erforschung der neurobiologischen Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens einrichten zu können.
Dank der grosszügigen Schenkung von Dr. Branco Weiss kann ein 3
Tesla Scanner angeschafft und die Wartung und das
Bedienungspersonal während fünf Jahren bezahlt werden. Dieser
Kernspintomograph ermöglicht es Prof. Ernst Fehr, ein Functional
Brain Imaging Laboratory einzurichten. «Durch die grosszügige
Finanzierung wird eine unerlässliche Voraussetzung für ein
derartiges Forschungszentrum geschaffen», sagt Prof. Ernst Fehr
(Wirtschaftswissenschaften), der das Functional Brain Imaging
Laboratory zusammen mit Prof. Tania Singer (Soziale
Neurowissenschaften) und Prof. Klaas Enno Stephan (Neuroökonomik)
leiten wird. Damit entsteht für die Universität Zürich die
Möglichkeit, ein international erstklassiges Labor in diesem
Forschungsgebiet einzurichten.
«Ich fördere gezielt interessante, zukunftsträchtige Projekte
und dazu gehört Ernst Fehrs Projekt eines Functional Brain
Imaging Laboratory», erklärt der Mäzen Dr. Branco Weiss und fügt
an: «Ich bin mir vollkommen sicher, dass meine Mittel gut
investiert sind.»
Die Universität Zürich ihrerseits stellt von 2009 bis 2012
jährlich eine Million Franken für Personal und Experimente zur
Verfügung. Zudem erklärt die UZH, die Gründung einer eigenen
Organisationseinheit «Study of Social and Neural Systems» zu
fördern. Die Schenkung von Dr. Branco Weiss ist vom
Universitätsrat, dem obersten Führungsorgan der Universität, am 20.
August 2007 genehmigt worden. Die Forschungsfreiheit ist
verträglich abgesichert und gewahrt.
Prof. Fehr und sein Team erforschen die neurobiologischen
Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens wie Empathie,
Vertrauen, moralisches Urteilen, Altruismus und soziales Lernen.
Diese Forschung ist sowohl für die Medizin als auch für die
Psychologie, die Ökonomik und die anderen Sozialwissenschaften von
grosser Bedeutung. Viele neurologische und psychiatrische
Erkrankungen gehen mit Störungen zentraler psychologischer
Funktionen einher, so dass sich aus einem besseren Verständnis des
menschlichen Sozialverhaltens auch wichtige Schlussfolgerungen für
die Behandlung der betroffenen Patienten ergeben.
