Medienmitteilung vom 05.06.2007
MedienmitteilungUniversität Zürich geht einzigartige Forschungszusammenarbeit mit Pfizer ein
Die Universität Zürich ist mit dem Pharmakonzern Pfizer eine vertragliche Zusammenarbeit eingegangen. Die mit sechs Millionen US-Dollar über fünf Jahre unterstützte «Strategic Alliance» ermöglicht der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich ihre Herz- und Kreislaufforschung auszubauen und ihre internationale Stellung zu stärken.
Die Herz- und Kreislaufforschung der Universität Zürich und des
Universitätsspitals Zürich hat in den letzten zehn Jahren in den
Bereichen Arteriosklerose, Herzinfarkt, hohes Cholesterin, hoher
Blutdruck und Zuckerkrankheit internationales Ansehen erworben.
Forscherinnen und Forscher aus vielen Ländern arbeiten in der
Grundlagen- und klinischen Forschung am Institut für Physiologie
sowie an der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich.
Die in Zürich untersuchten Entstehungsmechanismen der
Arteriosklerose und des Herzinfarktes haben die Grundlagen zu neuen
Behandlungsstrategien geschaffen. Die forschende pharmazeutische
Industrie ist daher interessiert, bereits vor der Entwicklung
eigentlicher Medikamente mit universitären Forschungsgruppen
zusammen zu arbeiten. Pfizer hat dazu das so genannte «Strategic
Alliance» Programm geschaffen. Als erste Schweizer Universität hat
jetzt die Universität Zürich sowie die Stiftung für Herz- und
Kreislaufforschung einen solchen Vertrag über fünf Jahre
unterschrieben. Der Vertrag ist vom Universitätsrat genehmigt
worden.
Die gemeinsamen Projekte sehen Forschungsarbeiten im Bereich
Biomarker, Entzündungseiweisse, Arteriosklerose sowie
Blutdruckschäden an Organen vor. Die Forschungsprojekte sind darauf
ausgerichtet, das Verständnis dieser Erkrankungen zu verbessern und
potenzielle neue Therapiewege zu entwickeln. Die Projekte werden
von einem «Joint Scientific Committee» bestehend aus Forschern der
Universität sowie Wissenschaftlern von Pfizer unter Nutzung des
Wissens und der Technologien beider Seiten entwickelt. Sie werden
in den Labors der Universität Zürich von Universitätspersonal
durchgeführt; Vertreter von Pfizer haben nach vorgängiger
Vereinbarung Zugang zu den Projekten. Die Forschungszusammenarbeit
wird während der Dauer von fünf Jahren mit einem Betrag von
insgesamt sechs Millionen US-Dollar unterstützt, die in Tranchen
von 600 000 US-Dollar halbjährlich an die Stiftung für Herz- und
Kreislaufforschung fliessen.
Universitäre Forschung wie man sie früher kannte, ist allein
durch staatliche Mittel heute nicht mehr machbar. Allein aufgrund
der hohen Investitionen in Apparatur, Material und Personal sind
Kliniken mit internationaler Reputation auf die Zusammenarbeit mit
der forschenden Industrie sowie auf Donatoren angewiesen.
Die «Strategic Alliance» von Pfizer mit der Universität
Zürich unterstreicht deren Engagement in den Forschungsplatz
Schweiz und verdeutlicht die weltweit führende Rolle der
Kardiologie am Universitätsspital im Bereich der kardiovaskulären
Spitzenmedizin.
Das HerzKreislaufZentrum
Das HerzKreislaufZentrum des Universitätsspitals Zürich
bietet modernste Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.
Über 100 Ärztinnen und Ärzte und mehr als 300 Fachpersonen
aus Pflege, Therapie, Diagnostik und Analyse garantieren eine
kompetente Betreuung. Pro Jahr werden gegen 6000 Konsultationen und
Behandlungen durchgeführt.
Der Klinik für Kardiologie stehen neben Klinikdirektor Prof.
Thomas F. Lüscher acht leitende Ärzte für die verschiedenen
Fachgebiete der Kardiologie vor: Rhythmologie, Invasive
Kardiologie, Echokardiographie, Nuklearkardiologie, Prävention
& Herzinsuffizienz, kongenitale Vitien, Ambulatorien und
kardiovaskuläre Forschung. Die wichtigste Partnerklinik ist die
Klinik für Herz- und Gefässchirurgie unter Leitung von Prof.
Michele Genoni und seinem Team, insbesondere Prof. René Prêtre, PD
Dr. Mario Lachat, Prof. Gregor Zünd und Prof. Simon Hoerstrup.
