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Prof. Thomas F. Lüscher, Direktor Klinik für Kardiologie, Universitätsspital Zürich
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Medienmitteilung vom 05.06.2007

Medienmitteilung

Universität Zürich geht einzigartige Forschungszusammenarbeit mit Pfizer ein

Die Universität Zürich ist mit dem Pharmakonzern Pfizer eine vertragliche Zusammenarbeit eingegangen. Die mit sechs Millionen US-Dollar über fünf Jahre unterstützte «Strategic Alliance» ermöglicht der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich ihre Herz- und Kreislaufforschung auszubauen und ihre internationale Stellung zu stärken.

Die Herz- und Kreislaufforschung der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich hat in den letzten zehn Jahren in den Bereichen Arteriosklerose, Herzinfarkt, hohes Cholesterin, hoher Blutdruck und Zuckerkrankheit internationales Ansehen erworben. Forscherinnen und Forscher aus vielen Ländern arbeiten in der Grundlagen- und klinischen Forschung am Institut für Physiologie sowie an der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich.

Die in Zürich untersuchten Entstehungsmechanismen der Arteriosklerose und des Herzinfarktes haben die Grundlagen zu neuen Behandlungsstrategien geschaffen. Die forschende pharmazeutische Industrie ist daher interessiert, bereits vor der Entwicklung eigentlicher Medikamente mit universitären Forschungsgruppen zusammen zu arbeiten. Pfizer hat dazu das so genannte «Strategic Alliance» Programm geschaffen. Als erste Schweizer Universität hat jetzt die Universität Zürich sowie die Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung einen solchen Vertrag über fünf Jahre unterschrieben. Der Vertrag ist vom Universitätsrat genehmigt worden.

Die gemeinsamen Projekte sehen Forschungsarbeiten im Bereich Biomarker, Entzündungseiweisse, Arteriosklerose sowie Blutdruckschäden an Organen vor. Die Forschungsprojekte sind darauf ausgerichtet, das Verständnis dieser Erkrankungen zu verbessern und potenzielle neue Therapiewege zu entwickeln. Die Projekte werden von einem «Joint Scientific Committee» bestehend aus Forschern der Universität sowie Wissenschaftlern von Pfizer unter Nutzung des Wissens und der Technologien beider Seiten entwickelt. Sie werden in den Labors der Universität Zürich von Universitätspersonal durchgeführt; Vertreter von Pfizer haben nach vorgängiger Vereinbarung Zugang zu den Projekten. Die Forschungszusammenarbeit wird während der Dauer von fünf Jahren mit einem Betrag von insgesamt sechs Millionen US-Dollar unterstützt, die in Tranchen von 600 000 US-Dollar halbjährlich an die Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung fliessen.

Universitäre Forschung wie man sie früher kannte, ist allein durch staatliche Mittel heute nicht mehr machbar. Allein aufgrund der hohen Investitionen in Apparatur, Material und Personal sind Kliniken mit internationaler Reputation auf die Zusammenarbeit mit der forschenden Industrie sowie auf Donatoren angewiesen.

Die «Strategic Alliance» von Pfizer mit der Universität Zürich unterstreicht deren Engagement in den Forschungsplatz Schweiz und verdeutlicht die weltweit führende Rolle der Kardiologie am Universitätsspital im Bereich der kardiovaskulären Spitzenmedizin.

Das HerzKreislaufZentrum
Das HerzKreislaufZentrum des Universitätsspitals Zürich bietet modernste Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.
Über 100 Ärztinnen und Ärzte und mehr als 300 Fachpersonen aus Pflege, Therapie, Diagnostik und Analyse garantieren eine kompetente Betreuung. Pro Jahr werden gegen 6000 Konsultationen und Behandlungen durchgeführt.

Der Klinik für Kardiologie stehen neben Klinikdirektor Prof. Thomas F. Lüscher acht leitende Ärzte für die verschiedenen Fachgebiete der Kardiologie vor: Rhythmologie, Invasive Kardiologie, Echokardiographie, Nuklearkardiologie, Prävention & Herzinsuffizienz, kongenitale Vitien, Ambulatorien und kardiovaskuläre Forschung. Die wichtigste Partnerklinik ist die Klinik für Herz- und Gefässchirurgie unter Leitung von Prof. Michele Genoni und seinem Team, insbesondere Prof. René Prêtre, PD Dr. Mario Lachat, Prof. Gregor Zünd und Prof. Simon Hoerstrup.