Medienmitteilung vom 17.04.2008
MedienmitteilungExotische Tiere im HB und die Vielfalt der Veterinärmedizin
Kamel, Riesenschlange, Greifvögel und andere Zootiere bevölkern zusammen mit Haus- und Nutztieren heute Donnerstag und Morgen Freitag die Zürcher Bahnhofshalle. In einer 400 m2 grossen Arena, einem Zelt sowie an Informationsständen bringt die Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich der Öffentlichkeit ihr vielfältiges Tätigkeitsspektrum näher. Eine Einführung in das Programm der Fakultätstage sowie die Vorführung in der Arena «Der Zootierarzt ein Spezialist für 1'000 Tierarten!» waren Gegenstand der heutigen Medienkonferenz.
Anlass ist das 175-Jahr-Jubiläum der Universität Zürich, und so
farbenprächtig und artenreich die Tiere, die es in der
Bahnhofshalle zu sehen gibt, so vielfältig sind Forschung, Lehre
und klinische Tätigkeit der Vetsuisse-Fakultät Zürich, welche
präsentiert werden.
Veterinärmedizin für Tier
Das kurzweilige und vielseitige Programm reicht von
Westernreiten, einem Hindernisparcours mit Hunden
(Agility-Vorführungen), Turnen auf Pferden (Voltige-Vorführungen)
über die Demonstration von Grosstierrettung bis hin zu Vorträgen
über zuckerkranke Katzen und mit Epo gedopte Mäuse. Sodann bietet
sich Hundehaltern die Gelegenheit, die Gesundheit ihres Vierbeiners
gratis zu checken oder aber ihn Blut für andere Hunde spenden zu
lassen.
und Mensch
Die Forschung der Veterinärmedizin kommt nicht nur den Tieren
aller Art zu Gute, sondern dient ganz Wesentlich auch dem Menschen:
Hierzu zählt die Erforschung von Gesundheitsrisiken, die von
Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs ausgehen, oder solche, die
sowohl für Tiere wie für Menschen bedrohlich sein können wie z.B.
der Fuchsbandwurm. Auch die Bekämpfung von durch Tiere verbreitete
Epidemien wie die Vogelgrippe oder die Krebsforschung gehört
dazu. Vorträge zu diesen und anderen Themen informieren
aufschlussreich über den Nutzen veterinärmedizinischer Forschung.
Ob und wie schliesslich die Arbeit mit Tieren einen Beitrag zur
Reduktion der Jugendgewalt leisten kann, debattieren Experten und
Betroffene im Rahmen einer Podiumsdiskussion heute Donnerstag um
19:15 Uhr.
Die Vetsuisse-Fakultät Zürich
Die Vetsuisse-Fakultät Zürich besteht aus elf Instituten und
sechs Kliniken. Sie bildet 400 Studierende aus, und das von den
Kliniken betriebene Tierspital behandelt jährlich rund 20'000
Patienten. Eine Einführung in die Tätigkeit der Vetsuisse-Fakultät
Zürich und in das Jubiläumsprogramm gaben Prof. Dr. Felix Althaus,
Dekan und Direktor des Instituts für Veterinärpharmakologie und
toxikologie, Prof. Marcel Wanner, Direktor des Instituts für
Tierernährung und Prof. Dr. Jean-Michel Hatt, Direktor der Klinik
für Zoo-, Heim- und Wildtiere und leitender Tierarzt im Zoo Zürich.
Herausragend im europäischen Vergleich: Zootiermedizin der
UZH
Die Vorführung «Der Zootierarzt ein Spezialist für 1'000
Tierarten!» von Prof. Jean-Michel Hatt und Dr. Hans-Peter Steinmetz
vermittelte einen Einblick in die Zootiermedizin der Universität
Zürich, welche im europäischen Vergleich eine einzigartige Stellung
einnimmt. Eine wichtige Voraussetzung hierfür liegt darin, dass die
Tierärztinnen und Tierärzte der Klinik für Zoo-, Heim- und
Wildtiere der Vetsuisse-Fakultät Zürich den gesamten
zootierärztliche Dienst sowohl für den Zoo Zürich als auch für den
Wildpark Langenberg wahrnehmen. Die Hauptaufgaben des Zootierarztes
sind die Prophylaxe zur Gesunderhaltung der Tiere im Zoo, die
Sicherstellung der Hygiene und Futterqualität, die Durchführung von
diagnostischen und therapeutischen Massnahmen bei Krankheitsfällen
sowie die Durchführung von amtlich angeordneten Massnahmen bei
Quarantänen und Seuchenfällen.
Die enge, seit drei Jahrzehnten bestehende Verbindung
zwischen Klinik und zoologischen Einrichtungen ist für beide Seiten
vorteilhaft: Für den Zoo bedeutet die Nähe zum Tierspital der
Vetsuisse-Fakultät Zugang zu einem breiten Netzwerk von Know-how in
sehr verschiedenen Gebieten der Tiermedizin. «Neuste Erkenntnisse
aus der Forschung, fliessen via Universität direkt in die
zootierärztliche Arbeit ein und erlauben es, Zootiermedizin auf
höchstem Niveau zu betreiben, die im Ausland seinesgleichen
sucht.», bringt es Prof. Dr. Jean-Michel Hatt, Direktor der Klinik
für Zoo-, Heim- und Wildtiere der Vetsuisse-Fakultät auf den Punkt.
«Aus Sicht der Universität ist die Nähe zum Zoo aber ebenfalls von
grossem Interesse», führt Hatt im Weiteren aus, «da sich daraus
mannigfaltige Möglichkeiten und Fragestellungen in der Ausbildung
und Forschung ergeben.» So finden beispielsweise regelmässig Kurse
mit Studierenden der Veterinärmedizin im Zoo Zürich und im Wildpark
Langenberg statt, und im Rahmen eines international höchst
begehrten dreijährigen Ausbildungsprogrammes der Klinik für Zoo-,
Heim- und Wildtiere werden zukünftige Zootierärztinnen und -ärzte
ausgebildet. Die Forschung ist dabei nicht nur für die
kontinuierliche Verbesserung der Haltung der Tiere im Zoo von
Bedeutung, sondern auch für die Arterhaltung in der freien
Wildbahn.
Programm
Fakultätstage der Vetsuisse-Fakultät Zürich
im Rahmen des 175-Jahr-Jubiläums der Universität Zürich
17. Und 18. April 2008, jeweils 11:00 bis 18:15 Uhr
in der Bahnhofshalle des Hauptbahnhofes Zürich
Vorführungen in der Arena, Vorträge, Podiumsdiskussion und
Film im Zelt, Veranstaltungen in der Halle (Gratisgesundheitscheck
für Hunde, Blut spenden von und für Hunde, interaktive Infowand,
Informationsstand)
bis 30. April 2008
Ausstellung zur Geschichte der Veterinärmedizin
Museum zur Geschichte der Veterinärmedizin und Mahler-Lee
Microscope Collection, Tierspital Zürich, Diagnostikzentrum TDI
(Dachgeschoss), Winterthurerstrasse 272, 8057 Zürich
Besuch auf Voranmeldung beim Dekanat der Vetsuisse-Fakultät,
Telefon: 044 635 82 93
Das vollständige
Programm:www.175jahre.uzh.ch/fakultaeten/veterinaermedizin.html








