Medienmitteilung vom 14.11.2008
MedienmitteilungFast 30 Mio. Franken an Zürcher Universitäten
Die beiden Universitäten am Hochschulplatz Zürich die ETH Zürich und die Universität Zürich erhalten Forschungsgelder in der Höhe von umgerechnet fast 30 Millionen Franken vom Europäischen Forschungsrat zugesprochen. Mit den so genannten ERC-Grants können neun Projekte der Grundlagenforschung finanziert werden.
Die erste Ausschreibung «ERC Advanced Investigator Research
Grants» des Europäischen Forschungsrats (ERC) richtete sich an
etablierte und herausragende Forschungspersönlichkeiten aus allen
wissenschaftlichen Disziplinen. Forschende in der Schweiz konnten
sich dank der bilateralen Verträge ebenfalls um diese Fördermittel
bewerben.
Der ERC hat für die nächsten fünf Jahre 542 Mio. Euro für
insgesamt 275 Forschungsvorhaben bewilligt, aufgeteilt auf die vier
Bereiche Physikalische- und Ingenieurwissenschaften (41.5%),
Lebenswissenschaften (30.5%), Sozial- und Geisteswissenschaften
(17.5%) sowie Interdisziplinäre Forschung (10.5%).
Das erklärte Ziel des ERC ist, mit den Fördergeldern
wissenschaftliche Kreativität und Exzellenz zu stimulieren und die
Forschenden dazu zu ermuntern, über die etablierten Grenzen der
Disziplinen und Wissenschaft hinaus zu forschen. Insgesamt sieben
Professuren an der ETH Zürich sowie zwei an der Universität Zürich
kommen in den Genuss eines prestigeträchtigen ERC-Grant. Professor
Peter Chen, Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der
ETH Zürich, wertet die Ergebnisse als ein starkes Zeichen des
Forschungsplatzes Zürich: «Es ist sehr erfreulich, dass in der
ersten Ausschreibungsrunde dieser hochkompetitiven europäischen
Forschungsmittel gleich neun Zürcher Projekte den Zuschlag bekommen
haben. Wir werden uns bemühen, diese Zahlen beim nächsten Mal sogar
zu übertreffen.»
Gelder für alle Bereiche
Im Bereich «Life Sciences» wurden drei Professoren insgesamt
rund 7 Mio. Euros zugesprochen. Von der Universität Zürich erhält
Konrad Basler, Professor für Molekularbiologie, Fördergelder des
ERC. Von der ETH Zürich können sich zwei Life-Science-Forschende
über die kompetitiv eingeworbenen EU-Gelder freuen: Ruedi
Aebersold, Professor für Systembiologie, und Ari Helenius,
Professor für Biochemie.
Im Bereich «Physical Sciences and Engineering» erhielten von
der ETH Zürich Wilfred van Gunsteren, Professor für
informatikgestützte Chemie, Atac Imamoglu, Professor für
Quantenelektronik, sowie Frédéric Merkt, Professor für
Physikalische Chemie, Gelder von rund 4.7 Mio. Euro zugeteilt.
Weitere 5 Mio. Euro gehen für zwei interdisziplinäre
Forschungsprojekte nach Zürich und betreffen Vorhaben von Viola
Vogel, Professorin für Biologisch-orientierte
Materialwissenschaften und Peter Seeberger, Professor für
Organische Chemie, beide ETH Zürich.
Im Bereich der «Sozial- und Geisteswissenschaften» geht
schliesslich ein Forschungsbeitrag an Professor Fabrizio Zilibotti
vom Institut für Empirische Wirt-schaftsforschung der Universität
Zürich. Professor Heini Murer, Prorektor Medizin und
Naturwissenschaften der UZH, freut sich, «dass mit Konrad Basler
und Fabrizio Zilibotti zwei exzellente Forscher der Universität
Zürich einen ERC Advanced Grant erhalten. ERC-Grants sind für die
Forschenden, aber auch für unsere Universität eine
wissenschaftliche Auszeichnung und ich bin sicher, dass auch in
Zukunft Forschende aus profilierten Forschungsgebieten der
Universität Zürich erfolgreich sein werden.»
