Medienmitteilung vom 17.11.2008
MedienmitteilungGrosse Studie über die Schweizer Gemeindeexekutiven
Die Schweizer Gemeindelandschaft befindet sich im Umbruch. In
verschiedenen Kantonen wird die Zusammenarbeit zwischen den
Gemeinden intensiviert, werden Gemeinden zusammengelegt und die
Verwaltungen reformiert. Die Geschicke der 2700 Schweizer Gemeinden
liegen in den Händen von rund 15500 Gemeinderätinnen und
Gemeinderäten. Abgesehen von den Städten bleiben die zentralen
Akteure der Lokalpolitik jedoch im Schatten der Politik auf
kantonaler und nationaler Ebene. Dies soll sich nun ändern.
In diesen Tagen wird die erste gesamtschweizerische Befragung
sämtlicher Gemeinderätinnen und Gemeinderäte in der Schweiz
durchgeführt. Die Federführung für die Befragung liegt beim
Soziologischen Institut der Universität Zürich. Ebenfalls beteiligt
an der Untersuchung ist das «Institut de hautes études en
administration publique» (IDHEAP) in Lausanne sowie das
Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) der Universität Bern.
Finanziert wird die Studie vom Schweizerischen Nationalfonds.
Untersucht wird beispielsweise, wie stark die Politikerinnen
und Politiker von ihrer politischen Arbeit in Anspruch genommen
werden, welche Bedeutung der Parteipolitik bei ihrer Arbeit zukommt
und wie sie die Herausforderungen, mit denen sich die Gemeinden
konfrontiert sehen, zu bewältigen gedenken. Die Verantwortlichen
hoffen, dass eine grosse Mehrheit der Befragten den Fragebogen
ausfüllen, damit aussagekräftige Vergleiche zwischen Regionen,
Kantonen und unterschiedlichen Gemeindetypen gemacht werden können.
Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2009 erwartet.
