Medienmitteilung vom 25.04.2008
MedienmitteilungJahresmedienkonferenz der UZH: Wissen tauschen mit Afrika
Die Universität Zürich geht akademische Partnerschaften mit zwei afrikanischen Universitäten aus Ruanda und Uganda ein, wie Rektor Hans Weder an der Jahresmedienkonferenz 2008 bekannt gab. Aus Anlass ihres 175-Jahr-Jubiläums setzt sie damit ein Zeichen der Solidarität.
Wissen und Bildung spielen in einer globalisierten Welt eine
bedeutende Rolle. Die Universität Zürich erachtet es daher als eine
Verpflichtung, ihr Potenzial an Bildung und Forschung zur
Verbesserung des Nord-Süd-Gefälles einzusetzen. «Die UZH möchte aus
Anlass ihre Jubiläums ein Zeichen der Solidarität mit
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern setzen, die unter weniger
optimalen Bedingungen arbeiten», fasste Rektor Hans Weder das
Engagement zusammen. Die UZH geht darum akademische Partnerschaften
mit der National University of Rwanda und mit der Makerere
University Kampala in Uganda ein, deren Vertreter Prof. Silas
Lwakabamba, Ruanda, und Prof. Stephen Cyril Kijjambu, Uganda, für
die Unterzeichnung des Memorandum of Understandig in Zürich
weilten.
Bereits sind einige Projekte gestartet. Mit Ruanda steht die
Zusammenarbeit in der Lehre im Vordergrund. Angehörige der UZH
haben Lehrveranstaltungen und Vorträge in den Bereichen
Politikwissenschaft sowie Multimedia und Online-Learning angeboten.
Ethische Fragen wie etwa das Thema «World Poverty and Human Rights»
stehen bisher im Zentrum der Kooperation mit Uganda. Im Januar 2008
fand dazu eine Summer School für Studierende der Makerere
University statt; künftig sollen an solchen Veranstaltungen auch
Studierende der UZH teilnehmen.
Ein grosses Interesse besteht an einer Zusammenarbeit in
Medizin und Psychologie. Geplant sind etwa die gemeinsame Nutzung
von E-Learning-Programmen in der Medizin, ferner eine Kooperation
in der Wiederherstellungschirurgie sowie ein Forschungsprojekt über
posttraumatische Belastungen. Ziel all dieser Aktivitäten ist
primär der Austausch von Know-how und Erfahrungen sowie der Aufbau
gemeinsamer Forschungsprojekte, so Rektor Weder.
Attraktive UZH zieht Studierende und Doktorierende an
Wie Stefan Schnyder, Direktor Finanzen und Controlling vor
den Medien ausführte, hat der Anteil der Studierenden aus dem
Ausland wiederum zugenommen. Im Herbstsemester 2007 stammten 3413
von den 24231 Studierenden aus dem Ausland. Der hervorragende Ruf
der Universität als Forschungsuniversität zeigt sich insbesondere
im hohen Anteil ausländischer Doktorierender. «Die zunehmende
Attraktivität der UZH zeigt sich auch in der Mobilität der
Studierenden», sagte Finanzdirektor Schnyder. Die Zahl der
Studierenden, die an die UZH kommen, ist gegenüber dem Vorjahr um
37 Prozent oder 202 Studentinnen und Studenten gestiegen.
Verbessert haben sich auch die Betreuungsverhältnisse. Dank
18 neuen Professuren und 65 Mittelbaustellen kommen jetzt pro
Professur 51,6 Studierende und pro Mittelbaustelle 15,1
Studierende.


