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Bilder

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(Bild: Universität Zürich)

Segnender Genius und König aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II, Kalchu

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Segnender Genius und König aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II, Kalchu (Bild: Berlin, Vorderasiatische Museum)

Raubvogelköpfiger Abkallu aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II, Kalchu

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Raubvogelköpfiger Abkallu aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II, Kalchu (Bild: Dresden, Skulpturensammlung)

Geflügelter Schutzgott aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II., Kalchu

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Geflügelter Schutzgott aus dem Nordwest-Palast Assurnasirpals II., Kalchu (Bild: Zürich, Archäologisches Institut der Universität Zürich)

Ablieferung abgeschlagener Köpfe vor Eunuchen aus dem Zentralpalast Tiglapilesers III., Kalchu

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Ablieferung abgeschlagener Köpfe vor Eunuchen aus dem Zentralpalast Tiglapilesers III., Kalchu (Bild: Zürich, Archäologisches Institut der Universität Zürich)

Kontakt

PD Dr. Elena Mango, Kuratorin, Archäologische Sammlung, Universität Zürich
Tel: 044 634 28 20
Mail

Prof. Dr. Christoph Uehlinger, Vorsteher, Religionswissenschaftliches Seminar, Universität Zürich
Tel: 044 63 44732
Mail

Medienmitteilung vom 17.04.2008

Medienmitteilung

Könige am Tigris – Medien assyrischer Herrschaft

Die Archäologische Sammlung der Universität Zürich zeigt einzigartige, rund 2800 Jahre alte monumentale Wandreliefs aus den königlichen Palästen der einstigen assyrischen Hauptstadt Kalchu (Nordirak). Die Ausstellung «Könige am Tigris - Medien assyrischer Herrschaft» thematisiert die königliche Macht im Spannungsfeld von Politik und Ritual.

Monumentale Wandreliefs aus den königlichen Palästen der assyrischen Hauptstädte am Tigris zählen zu den bedeutendsten Hinterlassenschaften der altmesopotamischen Kultur und gehören zu den Prunkstücken der grössten Antikenmuseen der Welt. Auch die Archäologische Sammlung
der Universität Zürich besitzt elf Reliefplatten, die aus den Palästen der assyrischen Herrscher Assurnasirpal II. und Tiglatpileser III. in Kalchu (heute Nimrud bei Mosul, Irak) stammen. Diese wurden 1864 von Julius Weber, dem Leiter der Bagdader Filiale der schweizerischen Exportgesellschaft, der Antiquarischen Gesellschaft Zürich geschenkt. Kurz zuvor, 1862, hatte der Arzt Alexander Schläfli eine grössere Anzahl mesopotamischer Kleinobjekte von Bagdad nach Zürich übermittelt («als erste derartige Sammlung aus Bagdad»). Sämtliche altorientalischen Antiken der Antiquarischen Gesellschaft wurden 1897 der Archäologischen Sammlung
der Universität Zürich übergeben.

Teile dieses ausserordentlichen Bestandes werden nun anlässlich des 175-Jahr-Jubiläums der Universität Zürich zusammen mit Leihgaben aus Berlin, Dresden, London, Fribourg und Genf in der Ausstellung «Könige am Tigris – Medien assyrischer Herrschaft» im Licht neuester Forschungen präsentiert. Dabei geht es um das in Bild und Text durch unterschiedliche
Medien zum Ausdruck gebrachte Selbstverständnis der Herrschenden, ihres Herrschaftsanspruches und der zur Sicherung ihrer Macht verwendeten Mittel. Der König des assyrischen Grossreiches ist von den höchsten Göttern legitimiert und gilt als Hüter kosmischer Ordnung. Zugleich sieht er seine Herrschaft permanent gefährdet und versucht, sich besonders in seiner Residenz durch Bilder und Inschriften programmatisch dagegen abzusichern. In Anbetracht gegenwärtiger Krisen im Irak wirft die Ausstellung hoch aktuelle Fragen nach Mittel und Grenzen der Sicherung staatlicher Macht sowie dem Fortwirken altorientalischer Denkmodelle bis in die heutige Zeit auf.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Vorderasiatischen Museum Berlin und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden können fünf weitere, über zwei Meter hohe Reliefs aus dem Palast Assurnasirpals II. gezeigt werden. Die 2004 im Dresdener Albertinum präsentierte und von Joachim Marzahn konzipierte Ausstellung «Könige am Tigris. Assyrische Palastreliefs in Dresden» findet in der Zürcher Version, die in Zusammenarbeit mit dem Religionswissenschaftlichen Seminar entstanden ist, mit der Frage nach den «Medien assyrischer Herrschaft» eine Aufnahme und zugleich Erweiterung.

Durch den Denkmälerbestand der Archäologischen Sammlung der Universität Zürich sowie vielen weiteren Leihgaben konnte die Zahl der Ausstellungsobjekte stark erweitert werden. Als besonderes Highlight können zwei Platten des imposanten Wandschmuckes, die einst im Palast Assurnasirpals II. im selben Raum unmittelbar nebeneinander standen, nun für die Dauer der Ausstellung erstmals seit der Entdeckung der Paläste vor rund 160 Jahren wieder vereint werden.

Ausstellung:
Könige am Tigris
18.4.-31.8.2008
Archäologische Sammlung der Universität Zürich
Rämistrasse 73
8006 Zürich

Dienstag-Freitag 13-18 Uhr
Samstag und Sonntag 11-17 Uhr

Eintrittspreise:
CHF 10.- Erwachsene
CHF 8.- Personen in Ausbildung bis 25 Jahre oder über 65 Jahre
Kinder bis 12 Jahre gratis

Öffentliche Führungen:
Jeweils Mittwoch, 18.15 Uhr
30. April, 14. Mai, 28. Mai, 11. Juni, 25. Juni, 16. Juli, 6. August, 27. August