Medienmitteilung vom 04.03.2008
Medienmitteilung«Welche Schönheit, Erhabenheit und Grösse...» Die Archäologische Sammlung im Zentrum der Universität
Seit der Entstehung des Hauptgebäudes der Universität Zürich im Jahr 1914 war die Archäologische Sammlung im Lichthof und Foyer untergebracht. Im so genannten Göttergarten waren wertvolle Originale wie die ägyptische Mumie oder der Abguss einer über fünf Meter hohen Statue ausgestellt.
Die Archäologische Sammlung der Universität ist mit ihrem
Hauptgebäude und seiner Geschichte eng verbunden. Als der Moserbau
1914 bezogen wurde, waren der Lichthof und das im Westen
anschliessende Foyer mit Statuen, Reliefs und Vitrinen voller
Bronzeobjekte, Vasen und anderen Kostbarkeiten gefüllt.
Im Lichthof hatte nach verschiedenen früheren Standorten,
zuletzt im Antikensaal des Polytechnikums, der sogenannte
Göttergarten mit den Gipskopien berühmter antiker Statuen
Aufstellung gefunden. Trotz mehrerer Räumungen zugunsten von im
Lichthof abgehaltenen Feierlichkeiten fanden die Statuen immer
wieder den Weg zurück in die grosse Halle. Erst seit 1972 zeugen
nur noch ein paar wenige Objekte darunter die grossartige Nike
von Samothrake vom einstigen Garten der Unsterblichen.
Das Foyer beherbergte wertvolle Originale wie die ägyptische
Mumie und die assyrischen Reliefs aus Nimrud, die in der
Jubiläumsausstellung Könige am Tigris Medien assyrischer
Herrschaft in der Archäologischen Sammlung an der Rämistrasse 73
zu sehen sind. Weitere Abgüsse und Nachbildungen antiker Statuetten
und Geräte füllten die grosszügigen Museumsräume, die sich bei den
verschiedensten Besuchern und im Lehrbetrieb grosser Beliebtheit
erfreuten.
Veränderte Bedürfnisse und eine zunehmende Raumnot führten ab
1950 zur Einlagerung der Abguss-Sammlung und ihrer späteren
Wiederaufstellung in den Räumen der Alten Augenklinik an der
Rämistrasse 73, wo Abgüsse und Originale bis heute unter einem Dach
zu sehen sind (ab 18.4.08).
Die Ausstellung zeigt mit verschiedenen historischen
Photographien, darunter einem grossformatigen Bild an der Längswand
des Lichthofs, das ursprüngliche Aussehen dieses Teils des
Hauptgebäudes der Universität Zürich. Im Foyer sind neben Bild- und
Texttafeln zwei der Nischen mit Statuen rekonstruiert.
Ein Blickfang ist zudem die über fünf Meter hohe Statue des
sogenannten Kuros von Samos aus archaischer Zeit (1. Viertel 6. Jh.
v. Chr.). Der Abguss dieser vor rund 20 Jahren im Heraion von Samos
gefundenen Kolossalstatue kam in zwei Teilen und wurde in einer
aufwendigen Aktion vor Ort montiert.
Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71
Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 8-12 Uhr, So/Feiertag geschlossen




