Medienmitteilung vom 25.09.2009
Eine Nacht lang Forschung erleben
Sehen, wie Hören funktioniert. Die Geburt unserer Ahnen simulieren. Ein Bier ganz ohne Hopfen und Malz geniessen. Eine Nacht lang wird in Zürich Forschung zum Erlebnis. Am Forschungsmarkt beim Bürkliplatz, bei Gesprächen auf dem Schiff und auf der Bühne. Die Universität Zürich und die ETH Zürich laden heute Freitag die Bevölkerung zur Nacht der Forschung ein, zusammen mit dem Hauptpartner ALSTOM (Schweiz) AG und weiteren Forschungsinstitutionen und Unternehmen.
Über 500 Forschende geben Einblick in über hundert Projekte. So vielfältig die Themen, so variationsreich sind die Präsentationsformen. Viele Exponate sind multimedial und interaktiv. So können die Besucherinnen und Besucher des Forschungsmarktes etwa anhand von virtuellen Modellen die Geburt eines Neandertaler-Babys simulieren. Dabei erfahren sie von den Anthropologen der Universität Zürich nicht nur etwas über unsere Vorfahren, sondern auch über sich selber.
Mehr über sich selber erfahren die Besucher auch beim Projekt des Psychologischen Instituts der Universität Zürich: Dieses analysiert Blickbewegungen und gibt Aufschluss über Intentionen und mentale Zustände. Besucher können ihre eigenen Blickbewegungsmuster aufzeichnen lassen und erfahren, was diese über Gefühle verraten.
Brennen gegen CO2-Emissionen
Wer sich für Umweltfragen interessiert, wird Modellbrenner brennen sehen und dabei neue Schlüsseltechnologien zur CO2-Reduktion kennenlernen. Dieses Projekt von ALSTOM (Schweiz) AG erforscht den Weg zum emissionsfreien Kraftwerk.
Hohe elektrische Felder in Teilbereichen von Isoliersystemen von großen Generatoren können Entladungsfunken erzeugen, welche mit der Zeit das System schädigen. Forschende von Alstom zeigen innovativste High-Tech-Methoden, mit denen diese winzigen Funken am laufenden Generator lokalisiert und sichtbar gemacht werden können.
Jacken spielen Schlagzeug
Kleider machen Musiker: Die mit Sensoren ausgestattete Jacke, welche Forschende der ETH Zürich entwickelt haben, kann Schlagzeug spielen. Eine andere Jacke erkennt Bewegungen und hilft damit dem Träger bei seiner täglichen Arbeit.
Roboter plus Helikopter gleich Quadrokopter, so könnte die Gleichung lauten, denn die kleinen Luftfahrzeuge der ETH sind ausschliesslich von Robotern gesteuert. Die Quadrokopter illustrieren nicht nur, was mit der heutigen Robotik-Technologie möglich ist und was es mit Regelungstechniken und Lern-Algorithmen auf sich hat, sie bieten den Besuchern gleichzeitig eine spannende Flug-Show mit akrobatischen Flugmanövern.
Sieben Themenwelten führen die Besucher durch den Forschungsmarkt. Auf den Schiffen erzählen Forschende von ihrer Arbeit. Von Nobelpreisträgern und Laboranten ist zu erfahren, wie nah Forschung am Alltag ist.
Das Bier schliesslich, das ohne Hopfen und Malz zu geniessen ist, wird von den Chemikern während der Science Show gebraut. Serviert wird es nicht. Für die reale Verpflegung steht den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Catering-Angebot zur Verfügung. Auf dass die rund hundert Projekte nicht mit leerem Magen erlebt werden und der Besuch der Nacht der Forschung zu einem ungeteilten Genuss wird.
Die Nacht der Forschung findet in Zürich zum dritten Mal statt. Organisiert wird sie im Rahmen der «Researchers’ Night»-Initiative der europäischen Kommission mit dem Ziel, den Dialog zwischen Forschenden und Öffentlichkeit zu fördern. Während über 200 europäische Städte eine Researchers’ Night organisieren, bietet in der Schweiz einzig Zürich die Gelegenheit zu diesem Dialog.
Nacht der Forschung
25. September 2009, Zürich –
rund um den Bürkliplatz und auf dem Zürichsee
ca. 13:00 – 17:00 Uhr
Spezialprogramm für Schulen (Alle Führungen sind bereits ausgebucht.)
17:00 – 00:00 Uhr
Hauptprogramm: Forschungsmarkt, Gespräche
mit Forschenden auf Schiffen, Science Show
Die sieben Themenwelten des Forschungsmarktes:
- Wasser und Leben
- Kraft und Bewegung
- Sprache und Netzwerke
- Blick auf Unsichtbares
- Roboter und virtuelle Welten
- Forschung im Alltag
- Vergangenheit wird Zukunft
Die Nacht der Forschung richtet sich an alle Altersgruppen:
Für Kinder geeignete Projekte sind speziell gekennzeichnet.
Eintritt frei
