Medienmitteilung vom 26.03.2009
MedienmitteilungGesamtstrategie für die hochspezialisierte Medizin
Der Regierungsrat des Kantons Zürich will mit einer Gesamtstrategie für die hochspezialisierte Medizin die Wettbewerbsposition des Kantons Zürich stärken. Die strategischen Schwerpunktbereiche sollen gezielt gefördert und die Forschung an den Hochschulen und die klinische Versorgung in den universitären Spitälern systematisch vernetzt werden. Die Gesamtstrategie wird heute Donnerstag an einer gemeinsamen Medienkonferenz des Kantons, des UniversitätsSpitals und der Universität Zürich vorgestellt.
Gemäss seinen Legislaturzielen will der Regierungsrat
Spitzenleistungen im Wissens- und Forschungsbereich sowie in der
hochspezialisierten medizinischen Versorgung ermöglichen und
fördern. Er hat deshalb eine Gesamtstrategie für die
hochspezialisierte Medizin festgelegt. Ausgehend von den
strategischen Schwerpunkten der Medizinischen Fakultät und der
universitären Spitäler werden drei medizinische Bereiche
bezeichnet, die sowohl für die Forschung wie auch für die klinische
Versorgung besonders wichtig sind. Es sind dies die
Neurowissenschaften, die Onkologie und der Herz-Kreislauf-Bereich.
Ergänzend benennt die Strategie zukunftsorientierte
Forschungsfelder (Transplantationsmedizin, Immunologie, Molekulare
Medizin) sowie innovationsträchtige Dienstleistungsbereiche (Life
Support, Traumatologie, Orthopädie). Als Grundlage für Erfolge in
diesen Schwerpunktbereichen sollen die bereichsübergreifende
Zusammenarbeit und die klinische Forschungsinfrastruktur gestärkt
werden. Um die vorhandenen Stärken des Wissens- und
Forschungsstandortes Zürich bestmöglich zu nutzen, sollen zudem
Forschung und klinische Versorgung gezielt vernetzt werden.
Konkrete Projekte anstossen
Im Rahmen der Umsetzung der Gesamtstrategie sieht der
Regierungsrat vor, möglichst rasch zehn konkrete Vorhaben zur
Stärkung der strategischen Schwerpunktbereiche anzustossen. Unter
den Vorhaben ist zum Beispiel ein Zentrum für Zelltransplantation
und zellbasierte Regeneration sowie eine roboter- und
computergestützte Rehabilitationstechnologie für Kinder und
Jugendliche mit Schäden an Hirn und Rückenmark. Die geschätzten
Investitionskosten für die zehn Vorhaben betragen rund 30 Millionen
Franken bei jährlichen Folgekosten von rund zwölf Millionen
Franken. Separat geprüft werden in Zusammenarbeit mit dem
Universitätsspital, der ETH und dem Paul Scherrer Institut die
offenen Fragen zur Realisation eines
Protonenstrahlentherapiezentrums am Standort Zürich.
Die Gesundheitsdirektion und die Bildungsdirektion werden in
Zusammenarbeit mit der Universität und den universitären Spitälern
dafür besorgt sein, dass die Gesamtstrategie umgesetzt wird.
