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Präparation eines Hinterlaufs eines Wildesels. Diese Wildpferde sind extreme Steppenbewohner, die schon fast ausgestorben sind. Zu ihnen gehört der Onager aus Persien und der Kulan aus der Mongolei.

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Präparation eines Hinterlaufs eines Wildesels. Diese Wildpferde sind extreme Steppenbewohner, die schon fast ausgestorben sind. Zu ihnen gehört der Onager aus Persien und der Kulan aus der Mongolei. (Bild: Anthropologisches Museum)

Die Hummal-Spitzen wurden in Hummal zum ersten Mal beschrieben und dürften um 200'000 Jahre alt sein.

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Die Hummal-Spitzen wurden in Hummal zum ersten Mal beschrieben und dürften um 200'000 Jahre alt sein. (Bild: Anthropologisches Museum)

Die Fundstelle von Hummal. Im über 10 Meter tiefen Brunnenschacht wurden mehr als 20 Fundhorizonte freigelegt, die einen Zeitraum zwischen 1.4 Millionen Jahre bis 30'000 Jahre belegen.

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Die Fundstelle von Hummal. Im über 10 Meter tiefen Brunnenschacht wurden mehr als 20 Fundhorizonte freigelegt, die einen Zeitraum zwischen 1.4 Millionen Jahre bis 30'000 Jahre belegen. (Bild: Anthropologisches Museum)

Kontakt

Dr. Peter Schmid
Tel. 044 635 54 23
Mail

Medienmitteilung vom 13.03.2009

Medienmitteilung

«Out of Africa» – über die frühesten Auswanderer und die Wurzeln unserer Kultur

Das Museum der Anthropologie der Universität Zürich zeigt bis zum 31. Dezember 2009 die neue Sonderausstellung «Out of Africa». Sie gibt einen Einblick in die Detektivarbeit der Archäologen und Paläontologen, die im Nahen Osten die Wurzeln der menschlichen Kulturen freilegen.

Die ältesten Spuren unserer Vorfahren sind in Ostafrika zu finden. Diese frühen Vertreter der Gattung Homo sind zu nomadisierenden Jägern geworden. Ihrer Jagdbeute folgend haben sich diese Frühmenschen verbreitet und erscheinen in der Zeit zwischen 1,6 und 0,7 Millionen Jahren auch in Eurasien. Ihre Wanderrouten sind noch wenig erforscht, aber ein wichtiger Durchgang stellt die Region des Nahen Ostens dar. Neuere Untersuchen, wie sie seit mehr als 25 Jahren im Becken von El Kowm erfolgen, zeigen, dass die Steppengebiete ebenfalls eine wichtige Rolle in der Eroberung von Eurasien spielten. Das Becken von El Kowm liegt ungefähr auf halbem Wege zwischen dem fruchtbaren Tal des Euphrats und der Oase von Palmyra. Die zahlreichen Wasserstellen in einer wüstenähnlichen Umgebung waren immer Anziehungspunkte für Steppentiere. Die Beduinen nutzen diese Quellen ebenfalls seit langer Zeit und legten zum Teil tiefe Brunnenschächte an. Im Auswurf dieser Brunnen wurden Knochen und Kulturreste gefunden, die nun die Grundlage der Erforschung einer mehr als 1,4 Millionen Jahre alten Geschichte bilden.

Kamele als Nahrungsbasis
Die Ausstellung im Museum der Anthropologie gibt einen Einblick in die Forschungsarbeit der Archäologen und Anthropologen, welche die frühesten Werkzeugkulturen und ihre Evolution zu immer komplexeren Artefakten untersuchen. Die Ausgrabungen lieferten bis anhin auch eine Vielzahl an Tierknochen. Mit Hilfe dieser Reste wurde zum ersten Mal klar, dass sich diese frühen Jägernomaden auch an diese unwirtliche Gegenden angepasst hatten. Im Unterschied zu allen anderen Fundstellen im Übergang zu den nördlicheren Bereichen spielten die Kamele eine wichtige Nahrungsbasis. In der Fundstelle von Hummal lässt sich die Geschichte der Dromedare über mehr als eine Million Jahre verfolgen, was bis heute noch nie möglich war. Aussergewöhnlich sind auch zahlreiche Knochen eines Riesenkamels, die hier zum ersten Mal entdeckt wurden und heute am anthropologischen Institut der Universität Zürich untersucht werden.

Das Hauptinteresse liegt allerdings bei den Menschenartigen, die sich in zwei wichtigen Auswanderungswellen über den Nahen Osten ausbreiteten. Reste der ersten Welle fehlen noch, aber die Anwesenheit des frühen Homo ist durch die ältesten Steinwerkzeuge, vor einer Million Jahre, belegt. Eine zweite Welle betrifft den anatomisch modernen Menschen, der sich vor mehr als 160'000 Jahren in Afrika entwickelte und unter anderem die urtümlichen Neandertaler in Europa abgelöst hat. Spärliche Spuren dieser kritischen Phase sind bereits gefunden worden.

Anhand von Bildern, Objekten und Kurzfilmen erläutert die Ausstellung die Detektivarbeit der Urgeschichtsforscher. Der Nahe Osten erscheint damit nicht nur als Geburtstätte von Schrift und Religion, sondern beinhaltet ebenfalls die Wurzeln der menschlichen Kultur. Zudem hat die Region als wichtige Pforte für die ersten Menschen gedient, die als nomadisierende Jäger den afrikanischen Kontinent verlassen haben.

Museum der Anthropologie
Universität Zürich, Irchel, Winterthurerstrasse 190, 8057 Zürich
Öffnungszeiten: Dienstag- Sonntag 12:00 – 18:00 Uhr
Ausstellung vom 13. März – 31. Dezember 2009
www.aim.uzh.ch