Medienmitteilung vom 17.02.2010
Glaubens- und Altersfragen, Finanz- und Wirtschaftsthemen: Ringvorlesungen vielfältig und aktuell
Was sind die Ursachen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise? Welche Wirkung hat sie, und welche Lösungen bieten sich an? Welchen Wandel durchläuft aktuell der Schweizer Bankenplatz? Welches Steuersystem meistert den Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Effizienz und gesellschaftlicher Gerechtigkeit am besten? Welche Formen der Gemeinsamkeit bieten sich im Alter an? Und: In welchem Verhältnis stehen Wissenschaft und Judentum? Die Ringvorlesungen des Frühlingssemesters thematisieren aktuelle Fragen und decken ganz unterschiedliche Interessen ab.
Thematisch vielfältig sind die öffentlichen Ringvorlesungen, welche die Universität Zürich, teilweise gemeinsam mit der ETH Zürich, im Frühlingssemester anbietet. Geladen sind Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, welche in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen forschen oder in Unternehmen, Politik und Verwaltung tätig sind. Für die interessierte Öffentlichkeit bietet sich damit die Gelegenheit, sich einen differenzierten, fächerübergreifenden Überblick über die jeweilige Thematik zu verschaffen.
Steuern und umverteilen. Effizienz in der Wirtschaft – Gerechtigkeit in der Gesellschaft?
Noch ist die Schweiz im internationalen Vergleich punkto Steuern ein Paradies. Doch Steueroase und Bankgeheimnis geraten zunehmend unter Druck. Wohin steuert der Sonderfall Schweiz? Dies ist einer von mehreren Aspekten, denen die von der Kommission für interdisziplinäre Veranstaltungen (KIV) der UZH und ETH organisierte Reihe «Steuern und umverteilen» in elf Vorträgen auf den Grund geht. Intensiv debattiert werden auch die Zusammenhänge zwischen Steuerstaat und Sozialstaat. Ausserdem fragt die Veranstaltung nach den Auswirkungen von Steuerpolitik und Steuerwettbewerb auf Raum, Umwelt und Wohlstandsverteilung.
Weltwirtschafts- und
Finanzkrise – Ursachen, Wirkungen, Lösungen
(Wissenschaftshistorisches Kolloquium)
So viel bereits über die Finanzmarktkrise geschrieben worden ist, so wenig absehbar ist ein wissenschaftlicher Konsens über Ursachen und mögliche Lösungen. In sieben Vorträgen setzt sich das von den Dozierenden der UZH und ETH organisierte Wissenschaftshistorische Kolloquium (WHK) zur Weltwirtschafts- und Finanzkrise mit den verschiedenen Facetten des Problems auseinander.
Der Schweizerische Bankenplatz im Wandel
Wer sich einen fundierten Überblick über den schweizerischen Bankenplatz verschaffen sowie die aktuellen und künftigen Herausforderungen für die Industrie verstehen möchte, besucht die Vorlesung «Der Schweizerische Bankenplatz im Wandel». Die vom Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich organisierte Reihe geht in zwölf Vorlesungen auf drei Schwerpunkte ein: Anlässlich der Betrachtung des Regulierungsumfeldes werden unter anderem die Rolle des Bankgeheimnisses und die Problematik der Steuerhinterziehung analysiert. Die Bonus- und Anreizproblematik ist Teil des zweiten Schwerpunktes «Arbeitsmarkt», während im dritten Teil die Wertschöpfungskette des Schweizer Bankenplatzes diskutiert wird.
Gemeinsamkeit im Alter
Alle, die sich für Altersfragen interessieren, erfahren beim Besuch der interdisziplinären Vorlesungsreihe «Gemeinsamkeit im Alter» viel Wissenswertes. Die vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich organisierte Reihe geht dem Klischee, dass Alter einsam mache, auf den Grund. In sieben Veranstaltungen werden die vielfältigen Formen der Gemeinsamkeit erörtert: Das Knüpfen oder Pflegen von Kontakten im Rahmen von Freizeitaktivitäten wie tanzen und musizieren kommt dabei ebenso zur Sprache wie das Finden von Gemeinsamkeit im Glauben, in Generationenbeziehungen oder auch im Internet.
Das Judentum und die Wissenschaften
Wissenschaft und Judentum stehen seit biblischen Zeiten in einem nahen, wechselseitigen Verhältnis. Wie hat das Judentum die Wissenschaft geformt und interpretiert? Und – umgekehrt – welche wissenschaftlichen Beschreibungen des Judentums existieren, die sich im Umfeld der europäischen akademischen Traditionen etabliert haben? Diesem Themenspektrum widmet sich diese von der Universität Zürich und ETH Zürich gemeinsam organisierte Reihe in acht Veranstaltungen.
Ringvorlesungen Frühlingssemester 2010
Alle Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Steuern und
umverteilen. Effizienz in der Wirtschaft – Gerechtigkeit in der Gesellschaft?
Durchführung wöchentlich, in der
Regel jeweils am Donnerstag,
18.15 – 20.00 Uhr, Hörsaal KO2-F-180 (Eingang
Karl-Schmid-Strasse 4), Hauptgebäude, Universität Zürich, Rämistrasse 71,
8006
Zürich; erste Veranstaltung am 25.2.2010; Programm
Weltwirtschafts- und
Finanzkrise – Ursachen, Wirkungen, Lösungen (Wissenschaftshistorisches
Kolloquium)
Durchführung
wöchentlich, jeweils am Dienstag, 18:00 – 19:30 Uhr, Auditorium G 5, Hauptgebäude,
ETH Zürich, Rämistrasse 101,
8092 Zürich; erste Veranstaltung am 2.3.2010;
Der Schweizerische
Bankenplatz im Wandel
Durchführung
wöchentlich, jeweils am Donnerstag, 16.00 – 18.00
Uhr, Raum: wird noch bekannt
gegeben, Hauptgebäude, Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich; erste
Veranstaltung
am 25.2.2010; Programm
Gemeinsamkeit im
Alter
Durchführung alle 14 Tage,
jeweils am Mittwoch,18.15 – 19.45 Uhr, Hörsaal KOL-F-121, Hauptgebäude,
Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich; erste Veranstaltung am 24. Februar 2010; Programm
Das Judentum und die
Wissenschaften
Durchführung
wöchentlich, jeweils am Montag, 18:00 – 20:00 Uhr,
Hörsaal 200, Theologisches
Seminar, Universität Zürich, Kirchgasse 9, 8001 Zürich; erste Veranstaltung am 1. März 2010; Programm
