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François Verrey, Projektleiter «Kidney.CH» (Bild: Universität Zürich; Frank Brüderli)

Kidney

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Die menschliche Niere im Zentrum der Forschung (Bild: istockphoto.com)

Kontakte

Prof. Heini Murer

Prorektor Medizin und Naturwissenschaft

Tel. 044 634 22 30

E-Mail


Prof. François Verrey

Leiter des NFS «Kidney.CH» Tel. 044 635 50 44

E-Mail


Stefan Schnyder

Direktor Finanzen

Tel. 044 634 23 30

E-Mail

Medienmitteilung vom 23.04.2010

 

Die UZH – das Zentrum der universitären Medizin

Die Universität Zürich ist das Zentrum der universitären Medizin auf dem Hochschulplatz Zürich. Sie verstärkt jetzt ihre Position mit dem neuen Nationalen Forschungsschwerpunkt «Kidney.CH», der in weltweit einzigartiger Art die Niere erforscht. Mehr als 20 Millionen Franken werden investiert mit dem Ziel, das Wissen über die Niere zu verbessern und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Beteiligt sind in den über zwanzig Teams sowohl Grundlagenforscher als auch Kliniker, damit der Brückenschlag zwischen Labor und Klinik gelingt und wissenschaftliche Erkenntnisse rasch umgesetzt werden.

Die Universität Zürich gehört in der Medizin europaweit zu den zehn besten und weltweit zu den 40 besten Universitäten. Diese Spitzenposition soll mit der Stärkung der universitären Medizin ausgebaut werden, wie Prof. Heini Murer, Prorektor Medizin und Naturwissenschaft, an der Jahresmedienkonferenz der UZH sagte. Mit einem jährlichen Umsatz von rund 380 Millionen Franken sorgt die UZH dafür, dass die akademische und klinische Exzellenz in der universitären Medizin bewahrt und ausgebaut werden kann. «Das tragende Element ist die Translation: der Wissensaustausch zwischen Grundlagenforschung und klinischer Versorgung», erklärte Murer. Damit wird eine Brücke vom Labor in die Kliniken und Institute der universitären Spitäler geschlagen mit dem Ziel, neue Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten zu entwickeln.

Die Medizinische Fakultät ist das Herz der universitären Medizin auf dem Hochschulplatz Zürich. Davon zeugt, dass in ihrem Umfeld bereits zwei Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) angesiedelt sind und jetzt ein zusätzlicher NFS zugesprochen wurde. «Kidney.CH», so der neue Forschungsschwerpunkt, untersucht die zahlreichen lebenswichtigen Funktionen der Nieren, um das Wissen über die Nieren zu verbessern und neue präventive, diagnostische und therapeutische Ansätze für Nierenkrankheiten zu entwickeln. Nierenerkrankungen haben in den letzen Jahren stark zugenommen und Funktionsstörungen der Nieren verursachen bis zu zehn Prozent der gesamten Gesundheitskosten. Allein für Dialyse und Nierentransplantationen werden in der Schweiz jährlich 200 Millionen Franken ausgegeben.

Die menschliche Niere reinigt täglich das zirkulierende Blut, recycelt unzählige Stoffwechselprodukte und reguliert u.a. auch den Blutdruck und die Blutbildung. «Wir Mediziner nennen dies auch Kontrolle der Homöostase, also die Aufrechterhaltung des gesunden Gleichgewichts», erklärte Prof. François Verrey, Leiter des NFS-Projektes. Die Nieren stehen dabei in Wechselwirkung mit anderen Organsystemen wie dem Herz, dem Gehirn, dem Verdauungstrakt und Hormondrüsen. «Störungen der Nierenfunktion verursachen deshalb zahlreiche Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Arterioskelerose und Osteoporose», so Verrey weiter. Das Ziel ist es nun, die Wechselwirkungen zwischen Nieren und anderen Organsystemen besser zu verstehen.

Der NFS ist weltweit das erste Forschungsnetzwerk, das die physiologischen Prozesse der Niere in dieser grossen thematischen Breite untersucht. «Wir haben die einzigartige Chance, schweizweit mehr als 20 Gruppen aus der Grundlagen- und klinischen Forschung zusammen zuführen», sagt Prof. Verrey. Ein wichtiger Teil von «Kidney.CH» ist auch die Nachwuchsförderung, um die erfolgreiche Tradition der Nierenforschung an der UZH in die Zukunft zu tragen. So werden ein nationales Doktoratsprogramm und für erfolgreiche junge Nierenforscher zwei neue Assistenzprofessuren geschaffen.

Der Bund unterstützt den Nationalen Forschungsschwerpunkt für vier Jahre mit 16,5 Millionen Franken, wovon 60 Prozent an die UZH fliessen. Die UZH ihrerseits leistet einen gleich grossen Beitrag in Form von Infrastruktur, personellen Ressourcen und 3,5 Millionen Franken flüssiger Finanzmittel.

Gesunde Finanzsituation

Wie Finanzdirektor Stefan Schnyder an der Jahresmedienkonferenz bekannt gab, betrug der Gesamtumsatz der UZH im Jahr 2009 1,149 Milliarden Franken. Die Erfolgsrechnung schloss mit einem positiven Saldo von 14,2 Millionen Franken ab. Laut Schnyder ist dies auf ein umsichtiges Ausgabenmanagement, zeitliche Verzögerungen bei der Besetzung von Lehrstühlen und Mehrerträge zurückzuführen.