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Prof. Lukas Keller
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Universität Zürich
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Dr. Marianne Haffner
Zoologisches Museum der Universität Zürich
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Galapagos 3

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Drei Arten von Landleguanen entstanden auf den Inseln. Auf dem Bild zu sehen ist der Landleguan Conolophus. (Bild: UZH)

Galapagos 2

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Der Mensch kam per Schiff – das berühmteste war die Beagle mit Charles Darwin. (Bild: UZH)

Galapagos 4

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Von den ursprünglich 15 Arten von Galápagos-Riesenschildkröten sind 5 ausgestorben. (Bild: UZH)

Galapagos 5

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Den Riesenschildkröten verdanken die Inseln ihren Namen: als «Insulae de los Galopegos», «Schildkröteninseln», sind sie auf einer Karte von 1569 bezeichnet. (Bild: UZH)

Galapagos 6

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Meerleguane tauchen bis 30 Meter tief um am Meeresgrund Algen von den Felsen abzuweiden. (Bild: UZH)

Galapagos 7

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Der Herzschlag des brütenden Fregattvogels wird immer schneller, je näher man auf ihn zugeht. (Bild: UZH)

Galapagos 8

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Der Tankerunfall «Jessica» hatte tragische Spätfolgen für die Meerleguane. (Bild: UZH)

Galapagos 9

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Eingeführte Ratten fressen junge Meeresschildkröten, aber auch Eier von Riesenschildkröten und Leguanen. (Bild: UZH)

Galapagos 10

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Sind die Galápagos-Tiere wirklich zahm? Antworten erhält der von Meerechsen umringte Besuchende beim Fregattvogel-Nest. (Bild: UZH)

Galapagos 11

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Forschende der Universität Zürich erarbeiten auf der kleinen Insel Champion Grundlagen um die Zukunft einer vom Aussterben bedrohten Spottdrosselart zu sichern. (Bild: UZH)

Galapagos 12

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Palmenstrände sucht man vergebens – trotz der Lage in der tropischen Zone ist das Klima auf Galápagos sehr trocken. (Bild: UZH)

Galapagos 13

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Der Galápagos-Seelöwe kommt nur auf dem Galápagos-Archipel vor. (Bild: UZH)

Medienmitteilung vom 10.12.2012

 

Galápagos in Zürich bereisen

Galápagos, die völlig isolierten Vulkaninseln im Pazifik, können Naturinteressierte ab dem 11. Dezember vor der Haustüre entdecken. Das Zoologische Museum der Universität Zürich widmet seine neue Sonderausstellung dieser kleinen, für die Evolutionstheorie so wichtigen, Inselgruppe. Ausgestattet mit einem Führer durchreisen Besuchende die Galápagos-Inseln, wo sie deren einmalige Fauna und Flora kennenlernen.  

Einst Fluchtburg für Piraten und Proviantstation für Walfänger, sind die Galápagos-Inseln heute ein Eldorado für Naturliebhabende und Biologen. Der wohl bekannteste Biologe, Charles Darwin, machte auf Galápagos Beobachtungen, die ihn später davon überzeugten, dass Arten durch natürliche Selektion entstehen können – eine revolutionäre Erkenntnis. Besuchende der Sonderausstellung «Galápagos» reisen anhand der Exponate von Insel zu Insel und lernen so Darwins «kleine Welt für sich» kennen. Sie können die aussergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt erkunden und erfahren, wie Biologinnen und Biologen der Universität Zürich heute auf dem Galápagos-Archipel forschen und zugleich Naturschutz betreiben.

Endemiten: Zeugen der Evolution

Auf den Galápagos wimmelt es nur so von Arten, die sonst nirgendwo existieren, sogenannte Endemiten. Die Vorfahren dieser Pflanzen und Tiere kamen vom südamerikanischen Festland 1’000 Kilometer übers Meer. Das schafften nur wenige, bei den Tieren einige Wirbellose, Vögel und Reptilien, ganz wenige Säugetiere, aber keine Amphibien. Sie passten sich in ihrer neuen Heimat an andere Lebensräume, Nahrung und an ein anderes Klima an. Ausstellungsbesuchende lernen zum Beispiel Leguane kennen, die am Meeresboden Algen abweiden, Finken, die Seevögel anpicken bis Blut fliesst oder gigantische Riesenschildkröten.

Zahm und doch gestresst

Die Zahmheit der Tiere auf Galápagos beeindruckt alle Besuchenden. Weil es hier Millionen Jahre lang keine Menschen, Hunde, Katzen oder sonstige räuberischen Säugetiere gab, ging das Fluchtverhalten der inselbewohnenden Tiere im Lauf der Evolution verloren. Das wurde gewissen Arten zum Verhängnis. Auch wenn die Tiere nicht vor Menschen und Landraubtieren davonrennen, sind sie trotzdem gestresst. Das wird Ausstellungsbesuchenden anhand eines Fregattvogels veranschaulicht, dessen Herz umso schneller schlägt, je mehr sie sich ihm nähern.

Naturschutz und Forschung

Die eingeschleppten Tiere und Pflanzen sowie ein grassierendes Bevölkerungswachstum bedrohen die einzigartige Lebenswelt von Galápagos. Dieser Bedrohung haben Naturschutz und Forschung den Kampf angesagt, u.a. mit Schutzprogrammen für die Riesenschildkröten, mittels Rattenbekämpfung zum Schutz des Galápagos-Sturmvogels oder durch die Neuansiedlung vom Aussterben bedrohter Spottdrosseln. Letzteres ist ein Projekt von Biologinnen und Biologen der Universität Zürich. Für einen erfolgreichen Schutz des ersten UNESCO-Weltnaturerbes sind ein öffentliches Interesse sowie Forschung und Naturschutz unverzichtbare Voraussetzungen. «Deshalb und weil die Galápagos-Inseln in der Geschichte der Naturwissenschaften so wichtig sind, widmen wir ihnen eine Ausstellung», erklärt die Leiterin des Zoologischen Museums, Marianne Haffner. Und Lukas Keller, Museumsdirektor, ergänzt: «Nur mit einem breit abgestützten Verständnis für die Einzigartigkeit von Galápagos werden diese Inseln auch weiteren Generationen erhalten bleiben.» Die Sonderausstellung soll deshalb auch in anderen Museen gezeigt werden und die Begeisterung für die aussergewöhnliche Lebenswelt von Galápagos wecken.

Sonderausstellung «Galápagos»

Öffnungszeiten:
11. Dezember 2012 bis 8. September 2013, Di­enstag bis Freitag: 9 – 17 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 – 17 Uhr, Montag geschlossen.

Öffnungszeiten über die Feiertage:
24. und 25.12.12 geschlossen 26.12.12: 10 – 17 Uhr 27. und 28.12.12: 9 – 17 Uhr 29. und 30.12.12: 10 –17 Uhr 31.12.12 und 1.1.13: geschlossen

Familienworkshop (gratis) jeden Sonntag 14 – 16 Uhr: «Galápagos einfach – Reise zu den verwunschenen Inseln» mit einer spannenden Führung in der Sonderausstellung und mit zwölf Forschungsaufgaben für die ganze Familie

Gruppenführungen auf Anfrage: zminfo@zm.uzh.ch

Reiseführer zur Sonderausstellung: CHF 15 im Museumsshop

Der Eintritt ist frei.

Zoologisches Museum der Universität Zürich
Karl Schmid-Strasse 4
8006 Zürich
Tel. +41 44 634 38 38
Zoologisches Museum der Universität Zürich
zminfo@zm.uzh.ch
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