Medienmitteilungen
08.05.2012 Typisch menschliche Gehirnentwicklung älter als gedacht

Grosses Neugeborenengehirn, rasches Hirnwachstum und grosse Stirnlappen sind die typischen Merkmale der menschlichen Hirnentwicklung. Diese tauchten viel früher im Hominiden-Stammbaum auf, als man bisher annahm. Das belegen Anthropologen der Universität Zürich, die die fossilen Schädelnähte des Taung-Kindes neu untersucht und mit anderen fossilen Schädeln verglichen haben. Der beim Taung-Kind auftretende späte Verschluss der Stirnnaht findet sich auch bei vielen anderen Vertretern der Art «Australopithecus africanus» und bei den frühesten Vertretern der Gattung «Homo».
08.05.2012 10 Jahre LERU: Die Stimme der forschungsstarken Universitäten in Europa
Die League of European Research Universities (LERU), ein Zusammenschluss von 21 forschungsstarken europäischen Universitäten, feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Dem 2002 gegründeten Netzwerk gehören im deutschsprachigen Raum die Universitäten Freiburg, Heidelberg, München sowie die Universität Zürich an. Ziel von LERU ist es, die Hochschulbildung und Forschungspolitik auf europäischer Ebene mit Positionspapieren, Analysen und Empfehlungen nachhaltig zu beeinflussen. Am 9. und 10. Mai 2012 lädt LERU anlässlich des Jubiläums zu einer internationalen Konferenz an der Universitat de Barcelona. Erstmals treffen bei dieser Gelegenheit die bedeutendsten Verbünde forschungsintensiver Universitäten aus Europa, USA, Australien und China zusammen.
04.05.2012 Wissen, woher wir kommen

Die neue Dauerausstellung «Spuren unserer Ahnen» im Anthropologischen Museum der Universität Zürich gibt wissenschaftlich kompetente Antworten auf die Frage nach unserer Herkunft. Der Werdegang der Menschheit wird durch die wichtigsten Fossilfunde illustriert. Höhepunkt der Ausstellung ist die weltweit erste Skelettrekonstruktion von «Australopithecus sediba». Die Dauerausstellung öffnet am 4. Mai ihre Pforten.
02.05.2012 Ein kleiner Schnitt mit grosser Wirkung
Bei einer Entzündung werden Gene neu abgeschrieben, um eine Abwehrreaktion des Körpers einzuleiten. Dabei wird das Eiweiss ARTD1 auf der DNA neu arrangiert. Diesen bis anhin unklaren Mechanismus haben nun Veterinärbiochemiker und Molekularbiologen der Universität Zürich entschlüsselt: ARTD1 wird von einer molekularen Schere in zwei Stücke geschnitten, was die Genabschreibung erleichtert. Die Resultate sind wegweisend für das Verständnis von Entzündungsreaktionen und die Entwicklung neuer Entzündungshemmer.

Engagiert setzt sich die Chirurgin Farhat Moazam für die medizinischen Ethik in Pakistan ein. Zürich ist im Zentrum von Markus Notters Arbeiten: Während seiner Amtszeit als Regierungsrat und Justizdirektor widmete er sich der Modernisierung des zürcherischen Rechts. Und in Zürich erste Erfolge gefeiert hat der japanische Molekularbiologe Shigekazu Nagata. Heute ist er bekannt für seine Forschung zum programmierten Zelltod. Zusammen mit fünf weiteren herausragenden Persönlichkeiten erhielten alle drei heute einen Ehrendoktortitel der UZH.
27.04.2012 UZH wird jünger und dynamischer

Bis ins Jahr 2020 will die Universität Zürich anteilmässig deutlich mehr Masterstudierende und Doktorierende ausbilden. Zudem sollen mehr Assistenzprofessorinnen und Assistenzprofessoren an der UZH lehren und forschen. Um nicht nur jünger, sondern auch dynamischer zu werden, möchte die Universität das Immobilienmanagement selbst in die Hand nehmen, wie sie an der Jahresmedienkonferenz bekannt gab.
27.04.2012 UZH-Forschende entdecken neues Teilchen am CERN
Physiker der Universität Zürich haben bei Experimenten am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) ein bisher noch unbekanntes Teilchen aus drei Quarks entdeckt. Damit konnte im LHC erstmals ein neues Baryon nachgewiesen werden. Das Baryon mit der Bezeichnung Xi_b^* bestätigt fundamentale Annahmen der Physik über die Bindung von Quarks.

