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Artikel

Das Functional Genomics Center Zurich

Präsentationen an der Pressekonferenz

Präsentation Weder/Kübler (PDF, 900 KB)

Kooperationsvertrag zwischen Universität und ETH Zürich (PDF, 500 KB)

Gemeinsame Projekte und institutionelle Einrichtungen (PDF, 400 KB)

Functional Genomics Center Zurich (PDF, 560 KB)
 

 

11.9.2001

Medienmitteilung der Universität Zürich

uni | eth | zürich

Schulterschluss auf dem Denk- und Forschungsplatz Zürich

cc/unicom

Der Präsident der ETH Zürich und der Rektor der Universität Zürich haben heute einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die beiden Hochschulen wollen in Lehre und Forschung noch intensiver zusammenarbeiten und ihre Kooperation ausbauen. Der Zusammenarbeitsvertrag ist die Antwort der beiden Hochschulen auf den schärferen Wettbewerb in Forschung und Bildung. Als Beispiel ihrer verstärkten Kooperation stellen die beiden Hochschulen ihr neues gemeinsames Zentrum zur Genomforschung vor.

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links ETH-Präsident Olaf Kübler, daneben Hans Weder, Rektor der Universität Zürich an der Medienkonferenz auf dem Campus der Uni Irchel, am Dienstag, 11.9. um 10 Uhr. (Foto: ETHLife)

Das Wissen vor allem auf dem Gebiet der Biologie und der Informatik wächst explosionsartig. Was heute noch gilt, reicht bereits morgen nicht mehr. Die enorme Beschleunigung des Erkenntnisprozesses fordert die Hochschulen heraus. Sie müssen ihre Lehre und Forschung so gestalten, dass sie mit der Entwicklung Schritt halten und konkurrenzfähig bleiben.

Die Universität und ETH Zürich antworten gemeinsam auf diese Herausforderung: Sie arbeiten intensiver zusammen und bauen diese Zusammenarbeit aus. Die Kooperation zwischen den beiden grossen Hochschulen auf dem Platz Zürich hat Tradition. Mit der formellen Zusammenarbeitsvereinbarung erhält diese Kooperation eine neue Dimension.

Kräfte bündeln – Stärken entfalten
«Unsere beiden Hochschulen verfügen über ein enormes Potenzial. Es gilt, diese Kräfte noch gezielter zu bündeln und so unsere Stärken wirkungsvoll zum Zug zu bringen», umschreibt Rektor Hans Weder von der Universität Zürich die Zielsetzung des Abkommens. «Mit dem Abkommen schaffen wir die Voraussetzung, unsere Stärken komplementär zu nutzen und Synergien in allen Bereichen freizusetzen; in der Forschung, aber auch in der Lehre und im Management», erklärt ETH-Präsident Olaf Kübler.

Zusammenarbeit in Forschung, Lehre, Planung und Management
Universität und ETH führen bereits heute 18 Doppelprofessuren, zwei gemeinsame Institute und
sieben Kompetenzzentren. Daneben laufen Dutzende von anderen Projekten. Weitere Doppelprofessuren und Kompetenzzentren sind vorgesehen. Interdisziplinäre Kooperations-Projekte werden gefördert. In der Lehre sollen gemeinsame Studiengänge und die gegenseitige Anerkennung von Prüfungen sowie Kreditpunkte die Durchlässigkeit zwischen den beiden Hochschulen verbessern.

ETH und Universität stimmen ihre strategische Planung aufeinander ab, vor allem auch bei der Besetzung neuer Professuren, beim Beschaffen und Nutzen teurer Infrastruktur oder bei Dienstleistungseinrichtungen (z.B. gemeinsame Hochschuldidaktik, Euro-Beratung, u.a.).

Neben der Kooperation hat auch der Wettbewerb seinen Sinn. In ausgewählten Bereichen von Lehre, Forschung und Dienstleistung sollen die beiden Hochschulen weiterhin konkurrieren. «Dies trägt zur Leistungssteigerung bei», erklären Universitäts-Rektor Hans Weder und ETH-Präsident Olaf Kübler übereinstimmend.

Kooperation in der Genomforschung – das Functional Genomics Center Zürich
Die beiden Hochschulen haben an der heutigen Medienkonferenz unter anderem ihr neues gemein-sames Kompetenzzentrum für die Genomforschung, das Functional Genomics Center Zurich (FGCZ) vorgestellt. Das Zentrum erfüllt zwei Aufgaben:

  • Es bietet den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von ETH, Universität sowie anderen Hochschulen eine Technologie-Plattform. Die Forschenden erhalten Zugang zur
    neuesten Technologie (Geräte, Software) und zur Methodik der Genomforschung und der Bioinformatik.
  • Es wirkt als Netzwerk für alle Forschungsgruppen der beiden Hochschulen. Über das FGCZ koordinieren Universität und ETH ihre interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten. Das FGCZ bietet jungen begabten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine erstklassige Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeit in Zürich.

Das FGCZ verfügt über eigene Laborräume in den Gebäuden der Universität auf dem Irchel. Labors und Geräte stehen allen interessierten Forschenden zur Verfügung. Ein Team von Wissenschaftlern und Technikern unterstützt die Forscherinnen und Forscher. Das Investitions- und Betriebsbudget des FGCZ beträgt rund 10 Mio Franken für drei Jahre. Diese Mittel werden von ETH und Universität gemeinsam aufgebracht.

Am FGCZ arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten aus Biologie, Medizin, Pharmazie, Agrar- und Lebensmittelwissenschaften, Chemie, Physik, Informatik und Mathematik gemeinsam an der weiteren Erforschung der Erbgutfunktionen.

Mit dem FGCZ soll Zürich zu einem weltweit führenden Standort der Functional Genomics Forschung werden.

2.5 Mio Franken für Functional Genomics-Professur gestiftet
Die Bonizzi-Theler-Stiftung, die vorwiegend Forschungsprojekte aus dem Bereich Medizin unterstützt, finanziert am FGC Zürich während zehn Jahren eine Professur für Functional Genomics. Die Stiftung, welche Alberto und Neni Bonizzi-Theler eingerichtet haben, stellt dafür 2.5 Millionen Franken zur Verfügung.

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Uni-Rektor Hans Weder und ETH-Präsident Olaf Kübler nach der Vertragsunterzeichnung. (Foto: ETHLife)

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